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Speisen in den Krankheiten; daß man die Kranken in Betten vergräbt, Fenster und Thüren verschließt und die Luft de» Zimmers möglichst erhitzt j die Reinlichkeit vernachlässiget , und überdies auch noch kernen Arzt oder denselben nicht recht braucht, oder zu Pfuschern seine Zuflucht nimmt.
Die Kunst zu tödten ist eine eigne höhere Wissenschaft geworden.
V. Unreine Luft — da* Zusammen w o h n en der Menschen in großen Städten.
Fürchterlich ist da» Übergewicht, da» Vie Mortalität derselben in den Todenli- sten hat. In Wien, Berlin/ Pans, London nnd Amsterdam stirbt der 2vste bis 23 Mens.ch, während daß rund herum, auf dem Lande nur der zoste oder goste stirbt. Rousseau hat recht, wenn er sagt: der Mensch ist unter allen Thieren am wenigsten dazu gemacht, in großen Haufen zu- jammen zu leben; sein Achem ist tödlich für seine Mitgeschöpfe. Nun denke man stch di? Luft an einem so Ungeheuern Orte; hier ist es physisch unmöglich, daß einer, her in der Mille wohnt, einen Athemzug von Luft thun sollte/ die nicht schon kurz vorher in der Lunge eine» andern verweilt hatte.
VL Unmaßigkeit im Essen und Trinken —die rafft nirte Kochkunst — die geistigen Getränke.
• Da» erste, was in Absicht der Diät lebensverkürzend wirken kann, ist: Unma* ßigkeit Das zu viele Ess n schadet auf dreifache Art dem Leben. Es strerrgt die Ver- dauUngSkräfte unmäßig an und schwächt ste dadurch. Es hindert die Verdauung und erzeugt Kruditatem Es vermehrt dir Dlutmenge und verdirbt dieselbe. — Man
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hir, auf »MN MSN auch noch kt«
wa» essen könnte.
Die zu rafflnirte Kochkunst ist dabet noch eine der größten Feindinnen unserS
1) Besteht der Hauptkunstgriff derset» ben darinn, alles p'quant und reitzend zu machen; und nach e'iier solchen Mahlzeit hat man! immer ein künstliches Fieber.
2) Das fchlimste ist, daß man durch diese Kochkunst verleitet wird, immer zu viel zu essen. ,
3) Eine Hauptma^ime dieser Kunst besteht endlich darinne, durch die über- hauftesten und unnatürlichsten Zusammensetzungen ganz neue Schöpfungen und neue Reitze hervorzubrrngen und dadurch nach- theiU.qe Eigenschaften zu bekommen. Sauer und süß schadet. Je zusammengesetzter eine Speise ist, desto schwerer ist sie zu verdauen , und desto schlechter werden die Säfte. ,
Die allzusehr nahrhaften Speisen, die eoncentrirten Gelees u. dgl überfüllen die Gefäße, wodurch das Gleichgewicht gestört wird; sie werden vorher im Magen nicht assinnlirt und in unsere Natur umgewandelt , wodurch sie also eigentlich der wahren Restauration nicht entsprechen.
Endlich gehören unter diese Klasse von Derkürzungsmnteln vorzüglich noch die Zubereitungen spirituöser Getränke. ES sey. genug zu bemerken, daß bei den wil- sen Nationen der Zeitpunkt der Einführung de» Brantwein» immer da» Datum ihrer kürzer» Lebensdauer.
Der Verfolg künftig.
Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.
Da der zu Abschliesvnq eine» weiteren Fouraqe-Lieferung»-Accordö für die hiesige Fraiizösische Pferde, auf gestern anberaumt gewesene Termin emgetrettener Hindernisse Haider, fruchtlos verstrichen, und


