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ger Diöces, in welchem Amt er 1719, 66 Jahr alt, starb.

Johan Bartholomäus Rüdiger, wur­de 1693 Superintendent der Alsfelder Diöces, und damals waren zuerst drey Superintendenten hier. 1719 rückte er zur zweyten, und 1727 zur ersten Stelle hinauf. Er starb 1729.

Johan Christoph von Bielenfeld, kam 1694 als Superintendent der Giesser Diöces hierher. Zugleich war er erster Professor der Theologie, Oberkirchen- rath, Director des Consistoriums und Hofprediger. Er starb 1727, seines Al­ters 63 Jahre.

Johan Gottfried Sckupart, wNrde 1719 als dritter Superintendent und Pro­fessor der Theologie von Heilbronn hier­her berufen. 1727 rückte er zur zweyten Stelle hinauf. Er starb den gten August 1730 an einem Schlagstuß an dem Brun­nen zu Langenschwalhach, da er gerade Rector der Universität war.

Reinhard Henrick Rolle, kam 1728 als dritter Superintendent hierhin-. Nach des Kanzler Pfaff's Tode wurde er erster, Er starb 1768 im 85sten Jahr.

Johan Georg Liebknecht, Professor der Mathematik, wurde 1729 zweyter Superintendent und nach Rambachs Tvde wurde er erster. Er starb 1749, alt 70 Jahre.

Johan Jakob Ramback, wurde 1731 als erster Superintendent hierher beru­fen. Er starb aber schon 1736.

Anweisung

wie man sich bei der Erziehung fanget Pferde, von ihrer Geburt an bis ins Dritte Jahr, ;u verhalten habe.

§. 1.

Von der Wartung der Füllen, wenn sie gebohren sind.

Die erste Erziehung besorget bei jun­gen Pferden die Stutte, oder die Mutter

des Füllens. In dem ersten halben Jahre des Lebens, hat man auf nichts weiter zu sehen, als die Stutte wohl zu halten, ihr eine gute geräumige Wohnung, gu­tes hinreichendes Futter, und eine ge­sunde Weide zu verschaffen, sobald sie die Jahreszeit liefert.

Die Stutten, die keine Hausdienste verrichten, werden nebst ihren Jungen beständig auf die Weide gelassen ; dieje­nigen aber, welche Hausgeschäfte verse­hen , pflügen und arbeiten müssen, wer­den in der Säugezeit mit Hafer, mit Heu, mit Grasrc. gefüttert, und nur alsdann auf die Weide getrieben , wenn die Ge­schäfte vollendet sind. Inzwischen darf man die Füllen nie von den Müttern ent­fernen ; sie müssen auf Weide, im Zuge, im Stalle, und überall bei ihnen seyn.

Die üble Gewohnheit, die Füllen einzusperren, wenn die Stutten arbeiten müssen, ist ein ausserordentlicher großer Fehler; es ist ein Verderben der Zucht, die kleinen Thiere härmen sich krank, sie verstehen sich ihre Schenkel, sie verbeu­gen sich ihre Fegel und Hüfe im Stalle; die Mütter hingegen, werden auf dem Felde von der Arbeit, vom Harme der zurückgelassenen Füllen, und. von dem strotzenden Eiter gequälet, in welchen die Milch verdirbt. Beide sind alsdann in einem widernatürlichen, und wahrhaft Übeln Stande. Kommen die Mütter zu­rück, so saufen die durstigen Füllen die verdorbene Milch in ihre hungrigen Mä­gen; den zweiten Tag sind sie krank, oder wenigstens unpäßlich geworden. Sie verfallen in eine Diarrhöe, es graust ih­nen vor der Milch und vor den Eitern der Mütter. In diesem Zustande gehen viele schwachen Füllen zu Grunde, und viele starke werden matt, bis es ihre Kör­per gewöhnen, diese schädliche Behand­lung zu ertragen.

Auf