Ausgabe 
1.4.1797
 
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Die Hollander auf dem Vorgebirge der au. n Hoffnung, haben eine besondere Methode gemacht, Rebhühner an Stellen tu verpstanzen, wo ffe ftd) sonst nicht auf* hielten Sie nehmen etliche Paar zahm gemachte Rebhühner, tauchen sie ins Was- ftr, streuen Asche darüber, und setzen sie so, mit dem Kopf unterm Flügel ins Gebü­sche , von dem sie sich hernach nicht mehr entfernen.

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Belemniten. oder diejenigen Steine, welche der gemeine Mann Donnerkeile nen­net , indem er sich einbildet, daß selbige bei Gewittern aus den Wolken geschleudert werden, werden in Preussen häufig gefun­den. Atter Wahrscheinlichkeit nach sind diese versteinerte Körper von solchen Ge­schöpfen, die den Seeigeln am nächsten kommen. Man findet selbige einzeln fast in allen Gegenden des ?airdes in den Sand­gruben , besonders aber an den Ufern der Seen, Flüsse und Bache, am häufigsten aber an dem Ufer eines Mühlenteiches, nahe bst dem Dorfe Iurgaüfchen, in der Gegend von Darkehmen. Gin ganzes La­ger von diesen Versteinerungen hat man aber in Preussen noch nicht entdeckt, wel­ches sich ab'-r in Moskau -zugetragen, als man daselbst zu dem Soltikowischen Pal- last den Grund legte. Man fand nämlich über acht Faden tief in der Erde einige hun­dert Belemniten, die in gerader Linie ne­ben und über einander lagen so daß ihre Enden dicht zusammen passten Herr Rippold hat, ohne auf die Belemniten zu denken, mit den ohnschaaliqten Waldschne- cf en viele Versuche anaestellt , worauf er mit der größten Wahrscheinlichkeit gefun­den und bewiesen, daß die Schnecken die Originale der Belemniten seyn müßten Er fand auch die innere Struktur dieser Wald­schnecken mit den Belemniten übereinstim. wend. Er zerschnitte die lebendigen Wald-

schnecken in der Oueere und D'-cke, und befand in allen gethdilten Stücken und Scheiben, daß die Fleischfiebern nach dem offenen Kanal in der Mitte, als in einem Mittelpunkt zusammen liefen, welches näm­liche man auch an den Bclemniten ganz deutlich wahrnehmen kann.

Ein sehr wohlfeiles Licht.

Hierzu ist eine wilde Kastanie hinrei­chend. Man zieht ihr die Schaale ab, trocknet und durchbohret sie an unterschie­denen Stellen mit einer kleinen Pfrieme. Hierauf legt man sie wenigstens 24 ©tun» den in Oel, von welcher Art man will, und ziehet ein kleines Tocht durchs AIS. dann läßt man sie in einem Gefäß mit Wasser schwimmen, zündet den Tocht deS AbendS an, und kann sich darauf verlassen, daß man bis zum andern Morgen Licht haben werde.

Ein schlesischer Edelmann war feit Ian» ger Zeit vom Steine geplagt und litte dar­an "die qräusamsten Schmerzen. Ob er gleich unter chiedene Arzneien darwi'der brauchte, spürte er doch keine Linderung. Man rieth ihm endlich, daß er sich an die Limonade halten und daraus fein einzig Gstränke machen möchte. Nach einigen Wochen linderten sich feine Schmerzen. Nach Verlauf von 5 Monaten ging mit dem Wasser zugleich, eine Art Schleims ab, die wahrscheinlicherweise dasjenige war, was bei denen, die m't Steinen geplagt sind, die festen Theile derselben verbindet. Er wurde hierauf von seinem Steine gänz­lich befreyet, ohne daß er deym Abgang des­selben einen sonderlichen Schmerz zu dul. den hatte. Nach der Zeit hat er davon nicht die geringste weitere Empfindung ver­spüret.