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hinter welche sie sich zu stecken pflegt, ohn- geachtet, im Grunde doch immer dieselbe sey, und durch ein und dasselbe Miasma sich erzeuge und fortpflanze.

Uebrigens scheint mir die Benennung dieser Seuche, Löserdörre, derselben am wenigsten angemessen zu seyn, oder dieselbe zu charakterisiren, indem es eine bekannte Erfahrung ist, daß, bei dem Hornviehe, das Futter, in dem sogenannten Löser, oder dem dritten Magen, in mehrer» Krankheiten, mehr oder weniger dürre an­getroffen wird , und bei allen solchen Krank­heiten angetroffen werden muß, welche die Dauunqskräfle dieser Arr Thiere beträcht­lich zu schwächen und zu hemmen im Stande sind. .

D. Schwabe.

Vom

Anbau der Lickorienwurzel und ihrer Au- bercirung ;nm Caffeegeeranke.

Um recht früh, etwa im Juli oder Au­gust brauchbare C.chorienwurzeln zu haben, muß der Saame schon k rz vorm Winter, im December, oder auch im Februar, so bald die Erde offen und dazu geschickt ist, gesäet werden Allein gewöhnlich und bes­ser säet man ihn erst im April in einen gu­ten lockern Boden, wie anderes Wurzel­werk. Diese lezt gewählten Wurzeln wer­den dann im Herbste, im October zum Auf­nehmen erwachsen seyn, dahingegen die sehr früh gesäeten, wenn sie stehen bleiben, im Herbste schon holzig, im Stengel ge­schossen und unbrauchbar sind. Man streue ihren feinen Saamen nur sehr dünne aus; und wo die Pflanzen nachher hie und da dennoch zu dick hervorkommen, ziehe man - beim Zaren einige aus, so daß sie überall einige Zoll von einander entfernt stehen; desto größer werden die Wurzeln , und dego ergiebiger also auch. Den Sommer

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hindurch halte man sie vom Unkraut rein, und begiesse sie zuweilen bei sehr trockner Witterung. Will man sie recht ökonomisch anbauen, so streue man beim Leinsäen auch ihren Saamen ganz dünne mit aus. Ihr Kraut kann nachher erst von Schweinen oder Schaafen abgefressen werden. Im Herbst wenn man davon Gebrauch machen will, und Zeit hat, sie zurecht zu machen, grabe, man eine Portion auf einmal aus, schneide das Kraut dicht an den Wurzeln weg, wasche und spüle sie im Wasser ganz rein ab, und lege sie darnach an einen tro­ckenen Ort einige Stunden zum Ablrocknen hin. r Alsdann schneide man die Wurzeln­der Länge nach in so viele Theile, daß ein jedes Stück vollkommen so dick, wie eine Caffeebohne breit, ist, und dann überquer zwischen jedem Schnitt reichlich die Länge einer Bohne. Die klein und egal geschnit­tenen Wurzeln werden im Backofen ganz durchtrocknet, und hernach an einem tro­ckenen Orte aufgehoben. Allzu dünne und kleine Wurzeln nehme man vor sich, oder lieber gar nicht mit zum Trocknen.

Man brenne sie in kleinern Portionen in einer Thonpfanne über glühenden Koh­len, rühre sie fleißig, und verhüte, daß sie nicht zu viel gebrannt und schwarzbraun werden, wodurch sie der Gesundheit nach- theiliq sind. Sind sie oben braun gewor­den, so nehme man sie vom Feuer, lasse sie etwas abkühlen, mahle sie, noch ehe sie ganz kalt werden, auf einer Cofteemühle, und hebe das Gemahlene in einem irdenen aber glasurten oder gläsernen Gefäß an eir nem trocknen Ort auf. Setzet man sie ungemahlen bei Seite, so werden sie zähe, und lassen sich ohne neues Trocknen nicht gut mahlen. Die übrige Zubereitung ist wie beim Caffee.

Die Cichorien lassen sich so alleine, ohne weitem Zusatz von Caffeebohnen trinken.

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