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tet Die Zeit ihrer gewöhnlichen Erschei­nung in Europa t|i gemeiniglich der Junius oder Julius. vor oder nach der Erndte, gegen Oie Mittagsstunde oder gegrn Abenv und wenn die Sonne den Nachtthau völ­lig vertrieben , so steigen sie wieder in die Höhe, nachdem sie auf unabsehbaren Fel- tzern Saaten verzehrt 5 und Wälder avge- laubt haben. Sie steigen schneller in die 2uft und schwingen sich höher bet Helterm, warmen und trocknem Wetter , hingeaenist ihr Ausbruch träger und schwerfälliger, wenn die Luft falt weht, oder wenn die Sonne im Begriffe steht, auf- oder un» tenuaehen, weil alsdann die Abnahmeder Warme am empfindlichsten ist. Alsdenn schwingen fie ihre Flügel weniger lebhaft, und sie werfen sich des Abends auf Gebu- sche und Baume, um sich gegen die Nasse des Thaues in Sicherheit zu setzen. Nach ebgetrocknetem Thau breitet sich erst das Nachtlager über die ganze Feldflache aus, unO jeOet verwüstet für sich.

Um diese Räuber mit Vorthril anzu- äreifen , so lasse man sie bei ihrer Ankunft de« Abends die ganze Nacht über in unge- livrttr Ruhe: Mit dem Anbruch des Ta­ges lasse man alle Einwohner der Gegrnd versammlet seyn, in deren Gebiet die In­sekten eingefallen sind, und ein feder ver­sehe sich mit metallenen Geschirren und jn* fnumenten , um damit ein lautes Getvie iu machen. Man beobachte daher die eeite ^Herder Wind blaset. Man stelle die Einwohner in einigen Gliedern hinter ein­ander gerade gegen die'Heuschrecken,, so daß diese den Wind im Rücken haben. Als­dann wird die Losung gegeben, und das starke Geschrei, das Händeklatschen, daS Aneinanderschlagen der Metalle so lange fortgesetzt, bis die dadurch schüchtern ge­wachten Heuschrecken sich in die Luft bege­hen. Ist dann d,e Luft kalt, reqnigt und »oller Dünste, so geschieht der Schwung

langsam, sie heben sich mit einem zetern­den Fluge, etwa zehn Fuß hoch m dir Luft, und hierauf verfolgen sie ihre Reise weiter unter Begünstigung des Windes. S>ehek man ihren Einfall hingegen mit Geiasien- heit anso findet man ganze Feldstücken und Watdungen in wenig Stunden völlig kahl, indem sie alle Kräuter, Laub, Ge- traide, und Im Mangel sogar Wurzeln- aufzehren.

Ein- andres Mittel ist, sie durch star^ ken Rauch von faulem Holze , Schwefel und Harz von der Gegend mit HE^^S Windes-zu Verlagen, und di>e gedachte Feld» wusik, sonderlich die Trommel dabei anzu­wenden , damit sie nicht Zeit gewinnen mö­gen, ihre Eier zu einer Brut in die Erde zu bringen , welche bei ihrer allmahligen Erwachsüng den Feldern einen weit be­trächtlichem Schaden, als die fluchtige Streiferei zufügt. Wo das Getraide be­reits eingeerndtet ist, könnte die Flamme der angezündeten Felder wemgftens die Brut ausrotten; aber man mußte sich hü­ten, Waldungen zu nahe zu kommen.

Jn der That ist eS ein Glück, daß diese Art von Heuschrecken keine Legefcheide am Ende deS Hintern hat, dergleichen sonst die Weibchen der unftigen haben, womit sie die Erde ofnen, um ihre Eier darin zu ver­wahren'. Sie wählen daher einen sandi­gen lockern Boden zu diesem Geschäft. Die Weibchen stecken den halben Leib in die Erde, und lassen die Eier auch bisweilen auf Mist, Moos oder Steine fallen. Alle Eier kle­ben vermittelst des Schleims in Klümpen zusammen, und dieser braune Schleim über* ye^t den Haufen wie eine Schale das Ei, roerunter sie etwa sechs Monate lang ge­gen die Näste in der Erde bedeckt, liegen. Der Eierstock eines Weibchen enthalt etwa hundert und fünfzig Eier, woraus drei Klumpe entstehen, welche eine Kegelför­mig