---- ) H8 (

Man kann endlich den Gips anwen- -en, um ganze Gewölbe damir zu ^"ßen. Das Verfahren dabei ist folgendes. Das ganze zu verfertigende Gewölbe muß auf den hölzernen Gewölb - oder Rüstbögen mit altem Bretterwerk verschalt werden. Ais- denn wird auf die Bretter eine dünne, ei­nen Zoll dicke Lage von feuchrem Sande gebracht, um alle Ritzen und Fugen zuver- stvp.en Duft feuchte Sandlage wird wie das Gewölbe feyn soll, geebnet, und dann der eingerührte Gips erst mit einem dünnen wverguss?, und nachher mit wiederholten stärkern Uebergüssen überzogen , bis daß die Gws.maffe etwa 4- 5- ists 6 Zoll dick ist, je nachdem man das Gewölbe stark haben

Bei allem Gebrauche des Gchfts stnd folgende zwo Vorsichten nöihig : l) daß man fick» durch eine Probe mit einer klei­nen Quantität überzeuge . daß der Gyps out fty und binde. 2) Daß man ihn ge­hörig o-rtibte, und mit der angemeßnen Quantität Wasser vermische, welches man­chen der den Vorther! nicht we ß, rnVer. leqenheit sitzt. Die beste Methode hiebe, ist, m das Gefäß, worin man ihn ein­rühren will 1 erst reines Wasser zu gießen, hernach aber den Gips locker in dieses Wasser zu schütten, und so viel hinein zu thun, dis alles Wasser von dem Gipft ver» schluckt rst. Oder man kann auch das über­stehende Wasser durch sanfte Neigung des Gefässes ablaufen lassen. Die Quantität Wasser, die das Gipspulver selbst in sich zieht, ist eben die erforderliche. Bei dem zuerst empfohlenen Gebrauche des Gipfts zum Einlegen der Dächer werden zwar die Dachdecker befürchten, daß Arbeit in der Lange fehlen werde; aber Dauer­haftigkeit empfiehlt, und laßt nicht finken.

Mittel für die Motten.

Man nehme einen Theil Terpentinöl/ und zwei Theile Weingeist, vermiiche bei­des in einem etwas vertieften Gefässe, und

tunke einen Borstenpinsel darein, womit hernach Tapeten, Stühle, Matratzen und Bettstellen bestrichen weroen. Bei dem Holzqerath muß man es recht in die Fugen und Ecken zu bringen suchen. Eden dieses Mittel dient auch für Flöhe und Wanzen, wenn es oft wiederhohlt wird.

Das saure Bier ;u verbessern.

Man hänge eine Handvoll gesiebte- chenasche in einem Leinentuche durch das Spundloch in das Bierfaß , und lasse dies darin.

(Bottesbienfi am 24. Julii.

In der. St Pancratiuskirche Mor­gens Herr Superintend Muller. Nach­mittags Herr Magister Beck.

In der Burqkirche Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Supe­rintendent Schulz.

Morgen den 24. Julii hat das Frisch, backen der Beckermeister Conrad Kempf, auf dem Markt.

Ein - und Auspasstree.

Am ,8 Jul. Jbro Durchlt der Kron­prinz von Dännemark, nebst bei sich ha­bender Suite, durchpass.

Am 19. Jul. Hr Reg. Rath v. Ave­mann, von Braunfels, log in der Post.

Eod. Hr. Hofmeister Houppe, von Berlenburg, log. im Einhorn.

Eod Hr. Amtmann Miltenberger, von Oberroßbach, log. bei Frau Superin­tendent Ouvrier.

Eod. Hr. v. Linden und Hr. v.D'An- drienne, von Wezlar, durchpass.

Gebohrne anO Getaufte bei der Stadt­kirche.

Am 19. Jul. Dem Burger und Wollentuchmacher , Henrich 'Valentin Stroh, ein Töchterlein.