in Stand gebracht, und sich ganz unfehl­bar die ergiebigste Ernte zu versprechen. Wenn Venn der Acker kalk geworden, und nicht mehr zu befürchten ist, daß die Pferde die Füsse verbrennen, so eilt er sein Land zur Einsaat zu pflügen. Je eher und je trockner die Asche und gebrannte Erde un­tergebracht wird, je vortheilhafter ist es, nicht weit sonst der Wind die Asche weg-' führt, denn darauf kommt, wie unten ge­sagt werden soll, nicht viel an, sondern weil das gebrannte Land und die Asche durch den Regen zugeschlammt wird, und nicht so gut wirken kann. Der Rocken wird dann nicht eher bestellt, alö bis die an jedem Ort gewöhnliche Jahrszeit eintritt Auf­fallend ist die Fruchtbarkeit eines so ge* brannten Ackers; und ein andrer kommt ihm gewöhnlich nicht gleich Alles ist bei ihm vorzüglich. Höhe, Stärke, Farbe, Ergiebigkeit zeichnen sich an ihm aus; und was zu bewundern i|f, die Saat des zwei­ten Jahrs ist gewöhnlich der des ersten Jahrs gleich, und der Haber, den man im dritten Jahre noch auf diese Felder säen kann, ist ebenfalls vorzüglich. Die Ur- sach dieser ausserordentlichen Fruchtbarkeit ist leicht zu entdecken. Der Beitrag, den die Asche als Asche dazu giebt, ist unbe­deutend. Der Wmd verweht einen guten Theik derselben, so daß auf vielerr Platzen kaum Asch? zu sehen ist Wichtiger ist die H tze die das Ackerland durchdringt, die Salze und fruchtbringenden Kräfte der Erde entwickelt, dieSaamen des Unkraut» zerstört, und den Boden locker und rein macht. Wenn wir, sagen erfahrne Land- jeute, nur das erhalten, daß der Boden sauer riecht. Di?» ist aber ganz richtig ge­redet: denn die Erfahrung beweist es, daß die Hitze dabei fast alles thut. Die herr­lichen Früchte, die der Landmann von die­sen gfbranntfii Aeckern einsammelt, kann erdeinahe als gefunden betrachten, als eine Zugabe zu seiner übrigen Feldflur,

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Er würde dieses Land nicht weiter benutzt haben, als etwa zur Brache, oder um we­nigen schlechten Haber hineinzusaen. 91un aber hat er, ohne sich auf andere Art ge­schwächt zu haben, eine Flur de» besten Rocken».

Giebt aber dieses Verfahren wie tm Anfänge gesagt wurde, reiche Vater und arme Kinder?Die Theorie sagt:Durch Hülfe des Feuers wird dem Acker seine Fruchtbarkeit gewaltsam abgenvthigt: er muß in wenigen Jahren da» auf einmal liefern , was er in der Felge nach und nach geliefert haben würde, und daher entkräf­tet er sich vor der Zeit." Die Erfahrung stellet allerdings Beispiele auf, daß dies wirklich der Erfolg gewesen ist Aber man muß and) hier die verschiedenen Modifica- tionen dieses Verfahrens in Betracht zie­hen. Folgende Sätze werden vermuthlich den richtigen Ausweg sinden lassen. I. Lo» fr», sandiges und staubiges Land muß sel­ten auf die angezeigte Weise durch den Brand behandelt werden. ES wird dadurch zu mürbe, und ein jeder weiß, daß ein solcher Kornbau dem Lande nicht günstig ist. Er bewahrt die Feuchtigkeiten nicht genugsam, und leidet in dürren Zeiten zu sehr.' 2. Festes, leimigtes Geestland, da» oft eine kalte steinichte Bank unter der cul- tivirten Erde hat, kann diese Behandlung öfter ertragen. Ihm ist die Hitze wohl- thätig, die e» locker macht, und benimmt ihm die gar zu große Steifigkeit, wozu eS so sehr geneigt ist 3. Lehrt die Erfah­rung , daß einige Torfmassen durchaus für das Land tödtend sind. Sie würken zwar, wenn sie auf dem Lande verbrennt werben, zuerst wohlthatig durch die Hitze, aber ihre Asche ist gar nicht vortheilhaft. Hierbei muß jeden aufmerksamen Landwirth die Erfahrung leiten. 4. Ist e» durchaus- thig, daß ein solcher Acker, der zwei- oder dreimal nach dem Brande getragen hat, sehe