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Lieber

die sehr vorcheilbafte Düngung des Ackers mit gebrannter Torferde.

Auf der Methode ruhet insonderheit der Vorwurf, der, wenn er gegründet wäre, alle weitere Vorschläge dieser Artun- lersagt,; dieser nämlich-: daß Aecker, die mir Mohr oder Torferde gebrannt werden, zwar reiche Väter, aber arme Kinder gä­ben : " d. h. daß der Acker dadurch so ent­kräftet und übernommen werde, daß ein überwiegender Schade für die Nachkommen daraus erwachsen müsse. Von den Ge­genden die nichts als Torfgrund haben, ist es bekannt, daß sie ganze Landstrecken ab- brennen, und die reichlichsten Ernten auf diesen Brandstellen halten. Hier ist blos von solchen Gegenden die Rede, die san- digtes oder leimiqteö Ackerland, und ne­ben demselben Moorgründe besitzen, die sie und ihre Nachkommen wahrscheinlich nicht erschöpfen werden, um die nölhige Feue­rung aus denselben zu nehmen, sondern einen guten Theil davon ihrem Acker wid­men können.

Die Düngung des Ackers mit gebrann­ter Torsmasse ist einfach und leicht Der kandmann wirft in ledigen Zeiten auö den Torfgruden so viel ans Ufer, als er unge- sehr nöthig zu haben glaubt Dadurch er­hält er den Vortheil, daß der Schlamm durch die Abtrocknung leichter zu fahren und bequemer zu verarbeiten ist Wenn sein Kornfeld in der Ernte erledigt ist, so fahrt er auf den Theil seines Ackers, den er nicht weiter besäen kann, und etwa aus Mangel des Düngers brach liegen lassen raufte, die ausgegrabene Torferde auf dir Stoppel, und vertheilt sie so, wie et den Dünger auf einem Acker vertheilen würde, der drei oder viermal darnach tragen soll. Ein ganz genaue» Maas kann nicht ange­geben werden. Die geringere oder mehrere

Fettigkeit muß einen aufmerksamen Beoh* achter hierüber belehren.

Nun erwartet er, nachdem die gar zu großen Stücken, so lange sie weich sind, mir Kolben oder der Mistgabel etwas zer­schlagen sind, eine Zett, da trockne Wit­terung eintrltt. Begünstigt ein ziehender Ostwind seine Arbeit, desto besser ist». Iezt zündet er, wenn die Torferde betrocfnet ist, seinen Acker an,, und zwar, wo er den Wind auf dem Rücken, und den Acker im Gesicht hat. Er bemühet sich, eine Feuerlinie entweder der Lange nach an dem Acker herunter oder quer über zu erhalten. Ist diese in Gang gebracht, so folgt dar weitere von felb)?., Der Wind lägt als­dann das Feuer über den ganzen Acker. Indessen steht der Landmann mitzwei ober drei Personen, die er auf verschiedene Di­stanzen an der Linie postirt hat, mit ei­nem Instrument in der Hand, das einer sehr großen Harke ohne Zacken gleicht, und schiebt die Kohlen immer weiter vorwärts. Er geht an der Linie, so weit es sein Po­sten erfordert, auf und nieder, ünd sucht Feuer und Material mit einander zu ver­einigen. Und so kann er, wenn ein ste­hender trockner Wind bläset, in einem Tage zwei dis drei Morgen brennen. An den- )enigen Orten , wo die Torfmasse als (Staub, und nicht in konsistenten Stücken aufgefahren wird, ist die Arbeit noch leich­ter und geschwinder voUenbet; denn hier zagt ein solcher Wind oft in wenigen Stun­den das Feuer über den Acker. Aendert sich der Wind, so muß man freilich von einer andern Seite den Acker anzünden; regnet es sogar, so muß man seine Ver­suche, den Acker in Brand zu setzen, wie­derholen, und dies ist freilich das müh­same bei diesem Verfahren. Ader ist diese Arbeit auch überwundea, so hat der Be­sitzer den Dünger zu so viel Morgen Lan­des verdient, hat fein Land auf drei Jahre in