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Vie Xrndvl'ehpefr und die vrothwendig- keir, ourd? frühzeiriges Sckstageu nnD schleunige Rösonoerung oen Fortgang verseiden zu hemmen. Auö einem am 8- IuniuS 1796- zur Hoch- fürstl. Würzburgischen Regierung er- siatteten Gutachten.
(Aut dem Reichs»Anzeiger.)
In mehreren Ortschaften des Hochstif- teö Würzburg ist nach dem Einmärsche der Armeen unter dem Rindviehe eine bösartige, ansteckende Krankheit auszebrochen, welche man anderswo die Löserdürre/ Ueber» gälle, Magenseuche rc. nennet. Rrnd- viehpefr ist der achte Namen. Es istjene Krankheit, welche von 1711. bis daher abwechselnd fast alle Länder und Provinzen EuropenS mehrmalen in größten Schrecken versetzet/ und derselben Rmdviehstand beinahe zernichtet hat. Ungeheure Summen Geldes sind auf Heil- und Vorbeu- aungs - Mittel verwendet, unzählbare Mengen Viehes den Arznei-Versuchen aufge- opfert worden; ohne daß bisher eine zuverlässige Heilart hatte können au-gemittelt werden." Nur die thatigste und strengste Landes - Polizei hat in manchem Lande viel Hülfe verschaffet: indem dieselbe dem Einschleppen des Uebele vorzubeugen, und wenn die Krankheit einmal im Lande war/ die Verbreitung zu verhindern ges icht hat. Zn dieser Absicht sind die heilsamsten Po- iuei - Gesetze gemacht worden: nur Schade! Daß den meisten derselben Vorschriften von Mitteln beigefüget worben / mit welchen man das gesunde Vieh gegen die Seuche bewahren, und das kranke heilen könne: weil dadurch die zweckmäsigsien Gesetze vereitelt werden / indemeinblindes Vertrauen auf Mittel bestätiget, daö frühe Todt- schlagm / die Absonderung des gesunden Viehes von dem Kranken verabsäumet/ und die Ansteckung unterhalten wird.
Man betrachte nun die Sache etwas genauer nach folgenden/ auö der Geschichte dieser Viehseuche auögehobenen Er fahrungs- sätzen.
I. Ter Ursprung der Rindviehpest bleibt unö unbekannt/ weil dieselbe nicht in unserm Lande entstanden / sondern aus benachbarten angesteckten Landschaften durch krankes Vieh eingeschleppt worden.
II. Das Seuchengift ist ganz eigener unbekannter Art, wirket auf keine andere Dhi-re als das Rindvieh; es verschonet weder junge, noch alte / starke weniger als schwache Stücke, wohl genährte und bestens verpflegte werden eben so davon an« gefallen , wie übel genährte und schlecht verpflegte.
III. Hin krankes Thier ist/ bei dem ersten Anfall der Krankheit ,, für die gesunden noch nicht ansteckend; laßt man aber die Krankheit älter werden und sich-ganz entwickeln , so wird sie ansteckend und bleibt es noch nach dem Tode.
IV. Wie mehr Vieh in einem Stalle/ wie größer die Heerde, welche mit einander weidet, desto schneller geschieht die Verbreitung des Seuchengiftes: wenn dasselbe einmal ein Stück getodtet hat.
V. Wird die Krankheit nicht bei ihrem ersten Ausbruche unterdrückt; so dauert sie öfters mehrere Jahre : hat sie aber einige Zeit gcherrschet, so wird sie gelinder, und laßt endlich ganz nach, wie man dieses bei menschlichen Epidemien auch bemerket har. Daher wird
VI. Die Sterblichkeit so verschieden angegeben, daß von loo nur 1 durchkomme.
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VII. Der Ausbruch der Krankheit wird durch folgende Zeichen merkbar: das Thier fängt an / auf eine dieser Krankheit ganz eigene Art, zu husten: der ganze Körper des Thieres wird öfters erschüttert: die 3reß-


