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worein er gestrichen wird. Vom Gips löset sich nur wenig in vielem Wasser auf. Zur Auflösung «ine» Theils Gipses im Kalten, werden 7 bis 800 Theile Wasser erfordert; im siedenden Wasser etwa 550 Theile. Der rohe Gips darf nicht zu stark gebrannt werden, sondern man muß ihn nur durch mässige Hitze calciniren- Bei einem zu starken Feuer besteht das lieber- bleibfel desselben nur in einer nicht sattsam gesättigten Kalkerde/ die in ihren Theilen keinen Zusammenhang beim Anfeuchten er» hält Wenn der Gipsstein rein, undnicht etwa mit wirklichem Kalkstein vermengt.st, so ist zumal wenn er in kleine Stücken ge­schlagen wird, nur ein etwas stärkerer Grad des Feuers, als der des siedenden Wassers zu seiner Calcination hinreichend; nur muß damit etwas angehalken werden, damit das Krystallisationswasser Zeit habe, auch aus den Innern Theilen der Stücke auezudünsten. Ihn völlig roth glühend werden zu lassen, ist schon zu viel, und verwandelt den Gips in schlechte Kalkerde, indem seine Vitrwlsaure davvn getrieben wird. Wer da» gewöhnliche Brennen des Gipses in großen Quantitäten, beobachtet, es fep, daß solches in einer freien Röst«, oder einem Ofen geschieht, wird wahrneh­men , daß diejenigen Stücke, Die dem Feuer am nächsten aufgestellet sind, ge­meiniglich glühen, und daher verdorben werden. Für sich würden sie also gar nicht binden. Weil sie aber mit dem übri­gen gut gebrannten Gips gemahlen wer­den , so läuft dieser verdorbene Gips mit durch, macht aber den übrigen guten alle­mal schlechter Es wäre daher wohl Der Mühe werth, einen Ofen so einzurichten, daß das Feuer und seine Flamme Den Gips nicht unmittelbar berührte, sondern daß derselbe etwa auf einem hohlen Heerd von Schieferplatten , unter welchem da» Hoiz brennte, in einem verschlossenen «bt-r oben offenen und mit einem Mantel umgebenen Ofen ausgebreitet, und so ge-

dorret würde. Auf solche Weife wäre der Gipsbrenner Meister von dem Feuer; denn er könnte es, so wie er es gut fände, verstärken und schwächen, auch so lange fortdauern lassen, wie er wollte, und Der Gips würde nicht verbrannt. Uebrigen» lehrt die Erfahrung, daß es gut ist, den gebrannten Gips so frisch und bald nach seinem Brennen zu verbrauchen thunlich ist. Liegt er lange frei, und ist nicht in dichte Tonnen gepackt, so zieht er aus der Luft die Feuchtigkeiten wieder an sich, battet sich damit zu Klumpen , die jedoch auch nicht recht fest sind, und verliehrt durch dieses langsame unvollkommene Anschiesi. sen seines Salzes alle bindende Kraft.

Der Verfolg im nächsten Stück.

Gottesdienst am 17. Juli,'.

In Der St. Pancratiuskirche.' Mor­gens Herr Professor Palmer. Nachmit­tags Herr SupenntenD. Müller.

In Der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Ein - und Auspassirte.

Aw 5. Jul. Hr. Hauptm. v. Schenk, von Rülfenrod. Hr. Secretair Keyser, von Hohensolms, log im Rappen.

Eod. Hr. Präsident v. Camre, von Colln, Durchpass

Eod. Frau Assessor v. Huber, von Wezlar, Durchpass.

Am 6 Jul. Die Herren Reichskam­mergerichtsassessoren v. Albini v. Branca und v- Ulmenstein, von Wezlar, Durchp.

Beerdigte bei Der Stadtkirche.

Am io. Jul Dem Burger und Kiefer, Joh. Philipp Reiber, ein Töchter!., alt 6 Monat.

Am 11. Jun. Dem Burger u. Fuhr­mann Johannes Henkel, ein Söhnl., alt 4 Tage.

Äm 14. Jul Der Burger u. Schrei­ner, Joh. Conrad Hoß.