) HZ (

Bekanntmackmrg.

Das petit Üidtionaire des Voya­geurs, ein oortreflict) Hülfemutel für Mr# so der französ Sprache n'chr mächtig sind, ist bei Ausgebern in Laichenformat für lfi. 48 tr. zu haben.

Nöthige Regeln beim Versetzen junger E»bjjbäume.

Verfolg.

Dor allen Dingen sehe man zu, daß der Baum nicht tiefer wie zuvor zu stehen komme, oder daß seine Wurzeln oben nur mit einem Finger breit Erde bedeckt wer» den. Hernach stecke man einen geraden Stock auf die Nvrdseite de« Baum« in die Erde, und binde ihn, nachdem man zwischen dem Baum Moo« gelegt hat, fest; reinige seine Krone von Raupen, und den Stamm vom Unkraut; begiese ihn bei trocknet Witterung nur selten , aber durch, dringend; umwinde ihn gegen den Win­ter nut Dornzweigen wider die Beschädi­gung der Thiere, steche im Herbst die Erde unten um, damit die Feuchtigkeit de« Win­ter« einziehe, schneide im folgenden Früh­jahr die unordentlichen Zweige weg, binde ihn an einer andern Stelle wieder fest, und lasse ihm im ersten Jahre, wenn er stark blühen sollte, nicht zu viel Früchte.

Vom Gipse und dessen nützlichen Gebrauche.

Die Natur liefert un«den rohen Gips unter mancherlei Gestalten, und selten ohne Zusätze, die zu den Hauptbestand, theilen de« Gipse« nicht gehören. Am reinsten findet man denselben a) im soge­nannten Marienglase, b) in dem weissen Alabaster, c) in dem Gipsspate. Aus­serdem trifft man da« Gestein de« Gipse« mit andern Materien mehr oder weniger an. E« gehört hieher der unreine flockigte Alabaster/ der mit farbigen Erden ver­

mengt ist. Ferner der gemeine Gipsstem, der ebenfalls mit fremdartigen Materien, und oft mit Kalkstein, ja mit Thonadern die fernen Weikh sehr vermindern, ver­mischt ist. Der ordinaire Gipsstein ist viel weicher al« Sand und Kalkstein. Er laßt sich mit eisernen Werkzeugen ritzen und schaben, ohne daß diese davon merk­lich angegriffen, oder abgenutzt werden, mithin schlagt er auch mit dem Stahle kein Feuer. Auf dem Bruche zeigt er ge­meiniglich glänzende Kryftallen, und Stel­len , die durchsichtig sind. Hierdurch ist er gleich vom Kalkstein mit dem Auge un­terschieden. G«' ßt man Scheidewasser dar­auf, so brauset er damit gar nicht, oder doch nur wenig; der Kalkstein und die be­sten Marmorarten hingegen sehr stark» Die beste Probe ist, ihn in kleine Stucken zu zerschlagen, im Backofen oder sonst ei­ner Hitze, die jedoch nicht bi« zum anhal­tenden Glühen gehen muß, auezusetzen. In einer solchen Hitze verliert er binnen ei­nigen Stunden da« Durchscheinende und Glänzende seiner Kryftallen, und einen Theil seine« Zusammenhanges. Er wird weisser von Farbe, ist leicht zu zerreiben, und wenn das zerriebene Pulver mit Was­ser zu einem nicht dünnen Brei angerührk, in einigen Minuten zu einer harten Masse gerinnt, so kann man versichert seyn, daß da« ungesuchte Gestein ein guter Gips sey.

Der Gips hat die Eigenschaft, daß er im Binden oder Anschüssen, auch Trock­nen im geringsten nicht einschrumpft, oder einen geringem Raum einnimmt, al« den, welchen er beim Einrühren al« ein weicher Brei einnahm, und daher ist es ein so erwünschte« brauchbare« Material zu Abformung allerlei Sachen. Indem er ge. rinnt, dehnt er sich vielmehr etwas auch und zersprengt daher die Gefässe, worin man ihn erhärten läßt. Er preßt sich da­her auch ungemein fest in alle Fugen ein, wor-