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ausgebürstet werden; denn da stecken die meijren. Könnte man auch eine ganze Generation von Kornwürmern vertilgen, so würde doch dir nächste Brut alles wieder erfüllen. Diese abzuhalten, nehme man ein Pfund Vitriol, und löse es in kochendem Wasser auf, und damit lasse man alles auf dem Boden durchstreichen. - Wenn der Boden rein ist, so bringe man kein in«= fjcirteS Korn wieder hinauf, sonst ist eS bald wieder wie vorher. Es haben daher, einige den Vorschlag gelhan, das Korn so von oben herunter in untergesetzte Gefässe zu schütten, damit unterwegs das leichtere, schlechte in die Luft verfliege und das schwere zu Boden falle. Freilich etwas mühsam, aber in der Folge belohnt sich die Mühe. Ist das Korn wieder aufgeschüttet, so lege man von Zeit zu Zeit frische Tabaksblätter, auch Hanf um den Haufen, und auf demselben herum. Der Geruch dieser Pflanzen betäubt alle Insekten. Der gefährlichste Bücher- Pflanzen- undInsektenfeind, der kleine Bohrkäfer, wird in einer Tabaksdose belaubt, wo ein frischer Rappee gewesen; er, der sich selbst in Arsenicalpillen ttn Nest bereitet.
EinS der besten Mittel ist unstreitig folgendes: Wenn alles vom Boden ist, so läßl man in der Mitts ein Häufchen von Korn liegen; binnen 24 Stunden ist alles daran, was von Kornwürmern auf dem Boden noch übrig ist. Nun lasse man, wo es zu haben ist, aus dem Wald in einem Sackleinen Ameisenhaufen von den grossen rolhen Waldameisen holen, und schütte ihn über den gebliebenen Haufen her. Diese Ameisen, zwischen welchen und den Kornwürmern, sogar auch den kleinen Gartenameisen eine Todfeindschaft ist, machen gleich Iagdauf ihre Feinde. Sie würgen Käfer und Maden. Das beste ist, sie verbreiten sich auf den ganzen Boden, biS unter die ©ptr.mif wohin niemand kom
men kann. Sie suchen alle Ritzen durch und lassen keinen Kornwurm übrig. In 2a Stunden ist der Boden rein , eher gehen sie nicht von dannen. Dies etlichemal wiederholt, wird gewiß von dieser Plage befreien. Bei dem zweitenmal wird der Sack nur in eine Ecke gelegt, und ge» öfnet. Die Ameisen gehen von selbst heraus^ und wenden sich gleich zu dem Korn* haufem
Ein anderes Mittel ist, daß man über den Kornhaufen weisse leinene Tücher breitet , und sie über Nacht darauf liegen laßt- Den andern Tag nimmt man sie ab, und schüttelt die sich häufig aNgesetzten Würmer im Hühnerhofe ab, als eine diesem Geflügel sehr angenehme Kost. Dies wiederholt man 14 Tage, wodurch, die Würmer über dem ganzen Boden völlig ausgerottet werden. Wie wirds aber mit der Brut. Am besten waren die Ameisen dazu! und im Frühjahr, schon im Anfänge des Februars wüste man alles thun, die Brut zu vertilgen. Man versieht eö in diesem Stücke darin, daß man entweder die Plage gleich im Anfänge, da man vorbauen könnte, zu sehr einreiffen läßt; oder daß man nur immer ein Mitte! und zwar zur Unzeit, wenn es nicht mehr helfen kann, und nicht mehrere zugleich gebraucht. Die Hauptsache ist, bei solchen schädlichen Insekten genau nachzuspüren, was sie für Feinde haben, die sie entweder als Nahrung • verzehren, oder doch aus feindlichem Triebe vertilgen.
Der Verfolg im nächsten Stück.
Bekanntmachungen.
i) Da der bevorstehende dahiesige auf den 3. 4. und $ten Oktober fallende Pferde und Vieh- wie auch Kramermarkt wegen der zur nemlichen Zeit einfallenden jüdischen Feiertagen alsdann nicht gehalten werden kann und daher 4Wochen zurückgesezt
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