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Etwas für Bienenfreunde.

Verfolg.

Ist nun dieses Brod übergekühlt, so wird eS im Stocke, wo die B'.enen im ger liegen, eingeft-tzt. Die Bienen schro­ten alsvenn bis auf die bxtnfce heraus, Iragen es ins Gebäude, und leben den,gan- ren Winter davon. Sechs bis sieben Pfunde dergleichen Brodle, sind hinlänglich, den ärmsten Stock, wenn er auch noch so volk­reich wäre, den ganzen Winter hindurch zu erhallen. Man kann sich dieser Fütterung sowohe im Frühjahr als Herbste bedienen. Nur muß man wegen der Raubbienen die aehörigeVorsichtigkeit gebrauchen, und daS Brod nicht bei Tage , sondern nach Unter- Eg der Sonne den Bienen untersetzen. Der Bortheil dieser Fütterung soll darinn bestehen, daß i) viel Honig erspart wird, indem die Dirnen nicht den dntten The»l davon gebrauchen, als wenn er 'ihnen ge­reimt und in Näpfen vorgestellt wird , den sie bei großer Kälte unberührt sishen lassen und verhungern. 2) Daß er im Winter dienlich ist, wenn die Kalte nur so beschaf­fen ist, daß man den Stock ohne Schaden aufmachen r und dar Brod rn das Lager der Bienen einvrlngen kann, ^backnes Drod mit Hefen bringt nicht die schädliche Wirkung, als Mehl mit Hefen e.ngeruhr . Gesottener Zuckereingußin daS vorerwehnl Brov kann nicht mit Sicherheit zugesetzt werden, weil das Brod in lur^r Zett hie­von schimlich und daher zum Futter ganz untaugttch wird. Jenes Brod aber be- fomml den Bienen wohl- daß sie den Zar­testen- Winter dabei ausdauern , gesund und munter bleiben, sich im Fruhiahr dar­auf stark vermehren, auch zu rechteren, und mehr als andre Bienen, die diese Füt­terung nicht erhalten, schwärmen.

Vom Rornwurrne.

ES giebt zweierlei Arten des für den Kornboden so schädlichen Jnsects, drS Korntvurms, der eine ganze Ernte ver­zehren kann, der weisse und der schwarze Kornwurm: so heißt eS durchgehends in der Sprache der Oeconowen. Es ist aber kein Wurm ^sondern ein Insekt, dessen Larve sich in einen kleinen Rüsselkäfer ver­wandelt. Dieses Käferchen legt die Eier ans Korn, und die Larven fressen daS Mehl der Körner aus, wiewol der Kaser mit seinem Rüsstl ebenfalls das ftinige thut. Wie viele haben diese Plage schon Jahrelang auf ihren Kornboden gehabt, suchen Mittel dagegen und fennen die Na­tur ihres Feindes fast gar nicht. Nicht ge­nug, daß sie das Korn verderben; die Kä­fer bohren sich mit ihrem Rüssel durch alles durch; durch Wände, Decken, Balken, Bretter u. f. w. Wenn sie auch ins Bette kommen, so kneipen und peinigen sie des Nachts ärger, als die Wanzen stechen. Nach dem feuchten Korn, das sich in Hau­fen leicht brennt, und nicht oft genug um- geschüttet wird, gehen sie am meisten. Der Mangel der Zugluft ist ein Beförde­rungsmittel ihrer Fruchtbarkeit. Je un­sauberer der Boden gehalten wird, desto mehr befördert man das Fortkommen die­ser schädlichen Insekten. Man hat von je her Mittel dagegen vorgeschlagen; allein ein eigentlich recht bewahrtes hat man noch nicht gefunden. Das kommt wvl daher, weil es ein solches Mittel noch nicht giebt. Mit den Kornwurmern ist es , wie mit den Wanzen. Das beste Mittel hilft nichts, wenn man nicht auch alle, den Infekten günstigen äusserlichen Umstände aus dem Wege zu raumen sucht, und darauf be­dacht ist, die künftige Brut zu vertilgen. Das erste wider die Kornwurmer ist die­ses, daß das Korn ganz herunter, und der Boden gereinigt werden muß. Wände, Balken und alle Ritzen müssen sorgfältig

aus-