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l') Oesters nnd täglich 3 bis 4 mal mit Denen ,fub Nro. 8- bei den Verhaltunqs- regeln des gesunden Viehes bemerkten Sa­chen zu räuchern^

8) Den Tag nach dem Gebrnuch des ersten Mittels folgendes zu geben:

4. Lot!) Entian. -

i. Lotl) Salmiack

beides zusammen mit einer Maas Wasser' bis zu 3 Schoppen gekocht, durchgeseiht, und dem Vieh 1/4. Schoppen eingeschüttet.

9) So wie sich bei dem kranken Vieh Spuren des wässerigen Durchfalls einstellen,/ ist folgendes Mittel zu geben :

6. Loth Weidenrinde.

3. Quentchen Alaun.

Dieses zusammen mit 1 1/2 MaS Wasser' bis auf 1 Maas gekocht, und nach dem Durchseihen ein halbes Quentchen fein ge­pulverten Kampfer zugemischt. Davon dem Vieh alle Stunde 1/4 Schoppen rin- geschüttet , vorhero aber erst durcheinander gerüttelt.

10) Bei Sonnen - Schein das Jrattfe* Buh in den Hof oder in einen hinter der Scheuer befindlichen Garten zu führen,- woselbst einige Stunden bleiben kann.

ii) Das krepirte Vieh einzuscharren; inzwischen könnte dem Wasenmelster das Abziehender Haute gestattet werden, der­selbe dörfte jedoch die Haut nicht ins Ort bringen , sondern mutte solche vielmehr auf einige Tage in ein Loch vergraben, und' mit ungelöschtem Kalck wohl bestreuen.

12) Diejenige Leute, welche dem franr ken Vieh die bestimmte Arznei. Mittel ein» geben, oder sonsten bei demselben auf und ab gehen, müssen sich besondere Kittel hak» ten, die sie bei diesem Geschäfte jedesmal anziehen, und welche sie nach dessen Vol­lendung sogleich wieder auszuziehen haben,- damit sie mit selbigen bei kein gesundes Vieh, und überhaupt damit auch nicht auf die Straße kommen.

Noch ist zu bemerken, daß bei einigen kranken Thieren Schmerzen im Leibe ve- merkt werden, welche sich durch eine be­sonders heftige krampfhafte Bewegung der Bauch-Muskeln zu erkennen geben. In diesem Fall ist eine Vermischung von Kein» öhl mit Essig sehr zu empfehlen.

Es wird auch noch angefügt i) daß eine Schmiere von Schwefelsalbe um die Naßlöcher des gesunden Viehes als ein Präservativ» Mitte! probat gefunden wor­den, auch sind 2) in den hiesigen Apo- thecken die vorgeschriebene Arzeneyen, wozu die grüne Weidenrinde und r Loth Wach­holderbeeren jedesmal hinzugethan werden müssen, verfertiget, und liegen 8um ab­holen parat. 3) Äusser denen bereits vor einigen Tagen bekannt gemacht wvrdenen Orthfchaften, ist auch in Gleiberg, Laun- spach, Alten und Grosenbuseck sodann in Wezlar und Waldgirmes eine Viehseuche ausgebrvchen, welches zu jedermanns Nach­richt hierdurch bekannt gemacht wird. Giessen den 6. August 1796.

Bürgermeister und Rath daselbstm.

Ritt , welcher im Feuer und wasser h«lr.

Matt macht Milch mit Weinessig ge, rinnend, und sondert durch ein Filtrum das Geronnene von dem Wässerigen ab. Mit einem Schoppen dieser Molken wird das Weiße vondrey Eyern, das vorher gut geschlagen ist, vermischt, und zu dieser Mischung so viel ungelöschter Kalch gethan, biS ein dicker Brey daraus wird. Mit dte- sim Kitte kann man Löcher und Risse von Töpfen'und Kesseln zumachen, und je hef­tiger der Feuersgrad ist , dem ein solches Geschirr ausgesetzt wird, eine desto größere Dauerhaftigkeit erlangt der Kitt.

Vor*