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7) Oef.

io) Das Vieh Morgens und Abends entweder mit einer Börste oder mit einem Strohwisch zu reiben, und die Haut so viel möglich reinlich zu halten.

ii) Dem gesunden und ausgewachsenen Vieh in Zeit von st.Tagen zweimal folgende Arznei zu geben.

4. Loth Rinde von grünen jungen Wuvenzweigen.^

2. Loth Entian Wurzel.

L Loth Wachholderkörner.

L. Loth Glauber Salz, oder Sedlizer Salz, oder Friedrich Salz, oder Englisch Salz..

Diese Vermischung wird mit einer Maas Wasser bi-s zur Hälfte gekocht, durchgeseiht und die Portion dem Vieh in Zeit von 24. Stunden auf 4 mal eingrschütkel, also je» desmal ein halber Schoppen auf einmal.

12) Auch kann man dem Vieh Schwe­felsalbe um die Naslöcher schmieren, wo­durch die einathmenden ansteckenden Dünste getödtet werden.

Verhalmngsregekn beim kranken Vieh.

1) So wie die geringste Spur von einer Krankheit bemerkt wird, das bei den Der» Haltungöregeln beim gesunden Vieh fub Nro. 11. bemerkte Mittel sogleich zu ge­brauchen.

2) Sehr warmes Wasser mit Essig dem Vieh vorzuhalten, damit demselben der warme Dampf in die Naase zieht»

3-) Ohren, Hals und Brust öfters mit warm gemachten Tüchern zu reiben.

4) Den Mist sogleich, nachdem ihn daS Stück Vieh von sich giebt, zu entfernen.

5) Das Vieh in troknen nicht kalten Stallen zu Halter;,, und öfters frisches Stroh zu streuen.

6) Dem V-eh alle Stunde' etwas war­mes Getränke anzubieten, worunter Kleien und etwas Essig , aber kein Mehl§ befind»

Nachdem wegen der an mehreren Or- then ausgebrochenen Hornviehseuche von der dahiesigen medicinischen Facuitat Verhal- tungsregeln sowohl für das gesunde als das kranke Vieh entworfen worden, so werden solche hierdurch öffentlich bekannt gemacht.

Verhaltnngsregeln fürs gesunde Vieh.

1) Gehörige Sorge zu tragen, daß daS

' Vieh nicht zu sehr erhizt wird. _

2) Dem Hirt aufzugeben, daß er zwi­schen 3. und 4. Uhr das Vieh zum stiesen- den Wasser zum Trinken treibe.

3) Des Abends das Vieh nicht so lange im Felde zu lassen, damit solches bei dem Entstehen des Thaues nicht mehr auf der Weide fei)?.. .

4) Dem gesunden Viehe warm- und nicht zu nahrhafte Getränke zu geben, be­sondere nicht zu viel Mehl, und keine aUe Kartoffeln darunter zu thun, übrigens ist eine gehörige Portion Salz zu empfehlen, und mitunter auch etwas Essig,

5) Nicht puren Klee zu füttern, und mitunter auch etwas gutes reines und tro­ckenes Futter , vonlezterem jedoch nur eine geringe Portion.

6) 'Die Ställe rein zu halten, oft frisch zu streuen, und den alten Mist nicht, über Nacht liegen zu lassen.

7) Die Ställe bei Tag offen zu erhalten, daß frische Luft hinein kommt, und in le­dern Stall auch bei Nacht ein Luftloch offen zu erhalten, und wo keines dergleichen be^ stndlich, solches zu machen..

8) Täglich die Ställe einmal mit Wach- hvlderreiser oder Wachhvldsrbeeren auszu­räuchern, mitunter auch Essig auf glühende Kohlen zu schütten, und die Stalle damit zu räuchern.

y) Diejenige, welche gesundes Vieh ha­ben , müssen alle Gemeinschaft mit dem kaufen Vieh vermeiden.