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«ischte bloß eine Menge kaltes Wassers nut dem siedenden in der Braupfanne, tur Ver­mischung oer Würze; oder man goß neden- dee Wasser in den Meuschbottiq, und ließ es so lange darin, dis der Brauer sein Ge­sicht darin sehen konnte, ehe das Malz hm- zuqethan wurde. Ausserdem ersetzte noch der Finger des Braut..echtS die Stelle des Thermometers, um die gährende Hitze der Würze zu bestimmen. Das einfachste In­strument zur Bestimmung der Schwere der Würze und des Biers, ist eine stehende Röhre, an der sich unten eine hohle Ku­gel befindet, die man roje bekannt, mit ei­ner gewissen Menge von Schrotkörnern füllt»

Etwas Über den Hopfen.

Der Hopfen kommt am besten in einem lockern, etwas feuchten Boden fort. Oel befindet sich im Hopfen in reichlicher Menge, davon der zartere oder ätherische Theil wohl­riechend, aber sehr flüchtig ; der gröbere aber wegen seiner genauen Verbindung mit ei­ner alkalischen Erde von gröberm Gerüche und herbern Geschmückt ist. Zur Erdal- tunq dieses flüchtigen oder unfluchngen Phlsgistons, trägt die Zeit, die Hopfen- blüthen einzusammeln , die Art ihn zu trock­nen, die Sorgfalt beim Einpacken, und der Ort der Aufbewahrung viel bei, um die zarte Flüchtigkeit des Hopfens zu ver­bessern, zu schonen oder zu zerstören Un­reifer Hopfen hat noch unzeitiges OeL und überreifer hat schon viele feinere Theile aus- gedünstet.

Es giebt vom Hopfen zweierlei Pflan- ren, wie beim Hanfe, eine männliche und eine weibliche, ;ede besonders. Der männ­liche Hopfen hat einen Kelch, welcher aus fünf länglichen, hohlen, stumpfen Blat­tern besteht; seine fünf Staubfaden sind länglich. Die weibliche Pflanze hat eine doppelte Hülle oder Schirmdecke; die ge- wnnschaftliche Decke zerspaltet sich in vier

Spitzen, und die besondere in vier Oval- vlält-r von acht Bläschen , davon ledrS einen groisen, ovalen einblätterigen Kelch, einen kleinen Eyerstock von zwei Gnfeln und spitzigen Staubwegen hat. Blume und Fruchtkapsel fehlens denn der Kelch schließt den rundlichen, häutigen Saamen ein. Der Hopfen blüht im Jumuv und Julius D>e männlichen gelben Bluthen machen Trauben, und die weiblichen, lo­ckeren, schuppigen, ovale Köpfe.»

Der Verfolg im nächsten Stück.

Bekanntmachung,

Ein würdiger Fürstlicher Beamte der Obergrafschaft, in dessen Amt ebenfalls die Hornviehseuche wüthet, hat mir unterm löten vorigen Monats durch ein Privat­schreiben nachfolgende Erfahrung mitge- theilt. Er schreibt nemlich:

Das einzige Mittel gegen die Horn­viehseuche ist Die Verwahrung gegen die Ansteckung. In der Hinsicht muß nemlich das gesunde Vieh im Stalle gehalten, und niemand als die Wärterin, die mit keinem andern Vieh umgehen, auch alle Häuser und Hoftailen, worinnen krankes Vieh ist, oder gewesen ist, vermeiden, dabei zuge­lassen werden.

Kein krankes Vieh darf dahero auch im Ort bleiben, sondern muß sogleich aus. ser demselben, und zwar einige hundert Schritte davon geschafft werden, und eS ist dieses alles um so gewisser und pünktli­cher zu beobachten, da die Ansteckung blos durch die Communication des Viehes und der Menschen qeschiehet , indem das Aus­hauchen des kranken Viehes, dieser ver- pestete Dunst, von einer nahen Stallung zur andern übergehet, sich an die Kleidun­gen der Menschen hänget, und das Vieh durch den Einhauch ober die Einathm ng ansiecket, wie davon die auffallendste und sonderbarsten Beispiele vorliegen, und eS tritt dieses in zweifacher Hinsicht alsdann ein.