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jung sind, und keine harten Stängel Haden Für die Pflanzen kann fein Boden ru feit oder zu schwer seyn; denn tn allzu- lockern, Lande fallen sie, ohne an einen Pfahl gebunden zu seyn, ihrer schweren Frucht und Beste wegen , besonders nach starkem R-g-n, gar leicht um, und au« der Wurzel. Wenn die Blume und der Same groß und recht vollkommen werden sollen, so muß der Stamm von den schwächsten Nebenästen befreiet und so oft dergleichen nachwachsen, solche nicht ge- dultet werden. Auch darf man einem Stamm nicht mehr alü höchstens sechs Blumen lassen. Wenn die Blume so weit verblühet ist, daß ihre gelben Blatter welkend werden, und der über den Kernen wachsende Staub sich leicht abrciben aßt/ so ist sie zum Abschneiden reif, welches bei den größten zuerst blühenden auch am ersten erfolgt, welche daher auch nach und nach einzuerndten sind. Die söge- schnittenen reifen Blumen dürfen nicht auf einander liegen , sondern neben einander auf einem luftigen Speicher abgedor- ' ret werden , weil sie sonst faulen, und
einen üblen Geruch bekommen. Wenn |te VE genug sind, werden sie ausgekernt, und der ausgemachte Same nach einiger Qfit gedörret. Nachher wird ihm auf einer Scheelmüle feine dicke Schale genom- men, welche sonst, darangelossen, zuviel Oel verschlucket. Nach diesem Verfahren bekommt das Oel die Farbe des Baumöls, wenig oder gar keinen doch etwas süßlichen Geschmack, und verhalt sich ungefehr in Ansehung der Fettigkeit gegen das beste Baumöl wie 3 zu 2 d. h wozu 3 roste! voll Baumöl erfordert werden, braucht man nur zwei löffel von diesem Oel, die eben so fett machen. Besonders aber soll es in der Küche zum Verbacken der Fische u dal. allem andern Oel vorzuziehen seyn. Wenn dieses Oel, so merklich dicker alS anderes Ort ist, Mitt worden, sott eS
noch angenehmer und zuträglicher seya^ wiewohl man nach einem über ^ahr und Tag lang alltäglichen Gebrauch dieses beim Sallat genoßnen Oele nicht das mindeste widrige in Ansehung der Gesundheit ver- spürt hat.
Von Vertilgung ver Scbildläuft.
Das erste Mittel ist, daß man,sobald sich dergleichen Insekten an den Gewachsen zeigen, selbige gleich anfänglich sorgfältig davon reinigen läßt, damit sie sich einsamen und vermehren können. Sind aber die Bäume, besonders Orangerien und Psirsichbäume schon so sehr davon eingenommen , so müssen selbige gleich im Frühjahr sobald es nur di, Umstände erlauben, mit Eßig, worein etwas Salz geworfen worden, sorgfältig gewaschen und gereinigt werden. Man bedient sich hierzu einiger Bürsten, die vorzüglich zu diesem Behuf müssen verfertigt werden. Das Frühjahr ist hiezu am bequemsten, weil zu der Zeit der Saamen zu ihrer Vermehrung nach aller unter den Hülsen liegt, und noch nicht zeitig ist. Im Monat Mai und Junius, wenn die Warme kommt, fangt dieses Jnfect an , auszukommen. Diese Procedur könnte freilich auch im Herbste, wenn sie nicht mehr zeitigen, vorgenommen werden; allein zu der Zeit sind schon Millioneu mehr, und die Jungen sind noch sehr klein und versteckt, daß man sie unmöglich alle finden kann. Sind aber die Baume schon zu sehr mit diesem Geschweift verunreinigt, so kann kein Waschen und nichts mehr helfen. Das einzige, was man alsdann noch thun kann, ist, daß man alle Zweige mit Frucht und Blättern nervlich an einer Orangerie abschneider,und so wieder von neuem austreiben laßt.
Bekarrntmacknng.
HS ist mir eine Scheere mit altmodischen silbernen Griffen zwei Löwen vor- stelkend


