Wie man $titi$en Blumenkohl haben kann.
i) Muß man wissen, daß der Saame gut ist. a) Darf man den Blumenkohl nicht mitten im August säen. 3) Muß man auf ein Beet säen, da» mehr Sonne als Schatten hat. 4) Darf das Beet nicht zu fett, vielmehr mager ftyn. Es darf auch nicht mit Mist erst gedünget seyn. Besser ist es, wenn es ein Beet ist, wo Hülsenfrüchte gestanden haben. 5) Darf man nicht zu dick säen, und muß von Zeit zu Zeit begießen , um die Aufkeimung der Frucht, und deren Wachsthum zu befördern, den jungen Pflanzen Luft zu machen, und so oft eö nöthig ist, sie zu jäten. 6) Nach Michael gegen den Monat Oktober pflanzt man die Pflanzen in trock- r»eS Erdreich, das lange mit Mist gedungen ist, ander Sonne liegt, und den Einflüssen des Nord - und Ostwindes offen steht, grabt man es um, und macht es derb. 7) Wenn man die Pflanzen setzen will, muß man sie bis an das Herz in die Erde scharren, jede zwei Fuß von einander, Reihenweis , so daß nur drei Reihen auf das Beet kommen. 8) An jedem Ort, wo eine Pflanze stehen soll, muß man sie drei Fuß und einige Zoll von einander, im Triangel fetzen. 9) Wenn man die Pflanze eingesetzt hat, muß man fie etwas befeuchten. 10) Die jungen Pflanzen muß man zum spatesten gegen Ende VeS Monats Oktober einlegen. 11) Ist rs nöthig, fie nicht allein mit der größten Behutsamkeit aus der Erde zu nehmen, sondern man muß auch die Wurzeln ein wenig beschneiden. 12) Damit man auch, waS vvrräthiq ist, behält, um die Pflanzen , die im Winter auSgehen, wieder zu ersetzen, so pflanzt man die übrigen Stücke von dem Mistbeet in ein Gartenbeet, eines so weit als das andere. 33) Giebt es Stamme, die sich gleich vom Monat März oder April, ehe noch
die Blätter heraus find, zeigen. Bei diesen ist nun weiter nichts zu thun , als sie zu beschneiden, ehe sie aufschießen , und sie wieder einzusetzen. 15) Muß man so- bald der Winter vorbei ist, und die Witterung es erlaubt, die Erde etwas auf- reissen, so wol um das Wachsthum schädlicher Kräuter zu verhindern, als auch um diel durch das schlimme Wetter festgetretene Erde wieder in Stand zu setzen. 16) Die Stämme, die sich einander wieder zeigen , als wenn die Pflanze gegen die Hälfte des Males die nöthigen Blatter treibt, geben im Monat Mai und Junius den besten Blumenkohl, die aber welche sich nicht eher zeigen als bis gegen die Mitte des Junius, kommen zum Theil zu frühzeitig wegen der grossen Hitze. Damit man also weder zu zeitige, noch zu späte Früchte bekomme, so muß man dahin sehen, daß im Fall sie noch nicht ge- nug angeschossen waren, um die Grösse eines Halden Fusses im Umfang zu haben, der Kreis sich nicht theile, und muß die Blume adfchneiden. 17) Daß die Sommerfrüchte nicht so schnell wachsen oder gelb werden, so muß man sie vor der Sonne bewahren, und mit einem leichten Bande niedrig erhalten. 18) Wenn man die Früchte nicht sogleich gemeßen will, so muß man sie mit Blättern und Wurzeln auercissn, und sie im Keller aufbewahren, und sie mit zusammengebundenen Blättern in Sand setzen.
Vom Anbau der Sonnenblume und dem 2>el daraus.
Den Sonnenblumenfaamen steckt man im Anfang des Aprils. Wenn die Pflanzen handhoch sind, rupft man fo viel davon aus, daß höchstens nur drei Stäm- chen bei einander, stehen, weil sich jeder mit feinen Aesten mehrere Schuh ausbreitet. Man kann die Pflanzen auch versetzen, sbec doch nur, so lange sie noch rung


