Ausgabe 
30.5.1795
 
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Anfrage Än Vas Publicum/ Den unäch- ren Acacieu (Robinia Pfeu- do- Acacia) betreffend.

In der den 14. August 1794. heraus« gegebenen Anfrage wegen bereits in Deutschland angepflanzter Acacieu-Wäl- der habe ich mir zwar Nachrichtenverbe. ten, wo der unächte Acacienbaum ein- i<ln in Gärten steht ; aber bei Gckrgenbeit eines Aufsatzes, der in Dein DiertenGlü­cke*) meiner Zeitschrift: Unäcbeer Aca- cienbaum: erscheinen wird, und worin ich die Widersprüche «rläu-tern werde, die man diesem Baume machen will, da <x als Brennholz gebraucht werden soll, und dir keinem Menschen Deifielen, so lange er als Zierbanm sowohl vor den Häusern als in Gärten stand, sah ich ein, daß nichts fähiger sey, diese Wider^rüche zu zernichten, als wenn ich Beiträge zu einer Geschichte dieses Baumes aus den Gärten der verschiedenen Elimatm von Deutschland sammiete, und solche dem Publikum nach undnschvoriegte Hierzu stad nun vorzüglich die seit mehr als zwan­zig Jahren in Mode seyenden und beinah in allen Provinzen Deutschlandes ange. legten englischen Wälder, Parks , oder wie sie sonst heißen, ausnehmend dien­lich, weil Man sich in demselben des um ächtenAcacienbauMes vorzüglich bediente, Diesen neuen Anlagen ein geschwinderes Ansehen von Wald zu verschaffen s Da jene, denen diese Anlagen übertragen wa- ren, den schnellen Wuchs dieser Bäume, und ihri große Schönheit wohl fanm ren. Eine getreue Darstrllung dieser Erfahrungen find also die fichersteQuesse, diese oben angezeigten Widersprüche zu rrrnichken, womit man in ganz neuern Heiken den unacht'en Acacirnbaum zu ver- ,olqen ansangen will. Ich bitte also alle wohldenkend« Manner in ganz Deutsch.

*) Dir rrsten drey Stück« .sind in assen

land, deren Obsorge dergleichen Anlagen anvrrtraut sind, mir auf folgrnde Fra. gen gründliche und der Wahrheit ange­messene Antworten zu erlheilen, und sich zu versichern, daß durch diese übernom­mene Mühe sie sich die ganze Menschheit verbinden werden , indem aus diesen ein- zelnen, zerstreuten , nun aber grsommle» ten Erfahrungen die große Wahrheit klar erhellen wird, wie wichtig der Acacjrrn Daum zur Zerstreuung der hohen Bedürf» -Nisse von ganz Deutschland werden muß, wenn er -al- Nuzbaum nun angepflanzt werden wird. Meine Anfragen sind fvl- gende:

t) In welchem Jahre wurden Diese un- ächten AcacienDäume gepflanzt? Wa­rin es Samen - Bäume, «Der Wur­zel-Ausschläge'?

L) Wie wurden Die Samrn*Bäumr er­zogen-, und in welchem Alter wurde« sie verfezt?

3) Wie groß ist Die gegenwärtige Stamm- Dicke Der Bäume an Der Erde ? Zum MaHe würde rchmir den Pariser Maß^ stad, als Den allgemein bekanntest«« erbitten.

4) Wie hoch sind gegenwärtig die Bäume, von dem Boden an bis zu ihrer Spitze, nach perpendicularer Richtung ge­messen ?

5) Weist der Boden beschaffen, aufdenr sie stehen? Gegen welche Himmels- Gegend find sie ausgestellt ? Ist Diese Gegend offen, oder durch Gebirge, Waldungen u.D. m. geschlossen?

<6) Stehen nicht auch von Diesen Bäu­men an Flüssen, Bächen, oder in na­türlich feuchten, wasserreichen Gegen- Den? Wie war daselbst ihr Wuchs be- schassen, und wie verhält er fich ver­hältnismäßig gegen jene, die in trocke, neu Gegenden, oderan Anhöhen, oder Grdirsts -Rückrn standen?

7) Buchhandlungen für 16 Gr. zu Haden