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oder die Abern vom Blute strotzen? al5< dann muß unverzüglich eine Ader, am besten die Drosselnder am Halse, welche in diesen Fällen noch am leichtesten Blut flieht, geöfnet werden. Wäre dieses aber nicht, so ist es besser, mitderAder» laß so lange zu warten, bis merkbare Kennzeichen des wieder vollkommen in Gang kommenden Dlutumkaufs vorhanden sind; indem eine zu früh angestellte und zu reichliche Aderlaß in sehr vielen Fällen, vorzüglich wann der Kreislauf des Blutes noch sehr schwach und kaum merkbar ist, mehr schädlich, alsvortheis- haft wird. Es verstehet sich von selb» sien, daß die Ader allezeit sorgfältig, und selbsien alsdann noch, wenn sie gleich kein Blut gegeben, müsse verbunden wer» den, weil sonsten während der fortgesetz» ten Cur das Blut leichte zu fliesen anfän» get, und dessen Verlust dem Kranken ge, fährlich werden könnte. Sollte derselbe zur Aderlaß zu schwach seyn, und in einem betäubten Zustande bleiben, alsdann werden Diurigel an den Schläfen und hinter den Ohren mit vielem Nu» tzen angewendet'.'
4) Man Muß ferner bemühet seyn, den im Munde und auf der Zunge etwa befindlichen Schaum und Sand mit ei» nem wollenen in Oel gerauchten und UM de?. F-nger gewickelten Lappen weg» z'unrhmen, und hierauf deu Mund bis an hin obern Theil der Luftröhre mit ei, ner in Oel oder auch flüchtigen Hirsch, Horn - Spiritus getauchten Feder auszu. pinseln und zu reizen suchen Auch ist es nöthig,. daß man, ohne deswegen mit dem Reiben nachzulass n, warme Luft- ih die Lungen zu bringen suchet. Die-' sks geschieher am leichtesten, wenn- sich' ein Gesunder auf den Mund des schein» bar Tödten leget, und ihm, nachdem MststchMsitdtst vorher die Nase zugehgl»
ken , mit Nachdruck zu wlederholtennra» len viel Luft ein blaset. Will sich hiezu Niemand finden, so muß dieses durchek, nen Blasebalg oder eine Röhre bewirket werden. Man umwickelt alsdann die Oeffnung dieses Blasebalges oder Röhre mit nasser Leinewand, bringt solche in den Mund deS Kranken, brücket die Lippen desselben ringsum feste daran, hält »hm die Nase zu, und beweget hierauf den Blasebalg ein paarmal langsam auf und nieder, oderbläset langsam doch mit Nachdruck, in die Röhre. Es kann auch? um die Lungen noch mehr zu reizen, Ta» bakSrauch in den Mund geblasen werden.
5) Zu gleicher Zeit wird so viel Ta» baksrauch, als nur immer möglich, durch den Mastdarm in den Unterleib getrie» ben, wozu eine eigene Tabaksrauch-Kly» stier» Maschiene erfunden worden. Doch kann dieses, im Fall dergleichen Jnstru^ ment mangeln sollte, noch auf folgende' Art bewirket werden: Man bestreichet das Ende eines Pfeifenrohrs Mit Oel, und bringet, es so in den Hintern des Kranken, das andere Ende nimmt ein Mensch in den Mund, der zugleich aus emer andern Pfeife stark Tabak rauchet? und diesen Rauch, so viel er nur kann? durch lenes Rohr in den Unterleib des Kranken treibet; oder man zündet-auch zwei Pfeifen an, halt die Köpfe fest zu» sammen, bringt das mit Oel bestrichene Ende der einen Pfeife in den Mastdarm des Kranken, und durch das andere Ende-' blaset ihm ein Mensch den aus beiden Pfeiffen gestoßenen Rauch ein. Kana, st" ° und Brasilien-Tabak sind'hierbei am wirksamsten , im Nothfallj thut jedoch ein schlechterer Dienste.
Der Schlus im nächsten Stück..
Bekanntmachungen. -
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