Ausgabe 
24.1.1795
 
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Geschichte der Stiftung der hiesigen Burgkirche.

Als im Jahr 1607. dir hiesige Uni. versität gestiftet wurde, so beschloß man, eine neue Kirche, und zwar in den Burg, garten, welcher damals zu Wohnhäu. fern angewiesen war, und ieztdieNeuen Baue benannt wird, zu erbauen, und die Zünfte der Stadt hatten bereits eine ansehnliche Summe dazu zusammenge, schossen. Da aber auf den Vorschlag des Damaligen Commandanten und Amtmannö Herrn von Schraueenbacb sine Quelle von Äädgen vis in Die Stadt geleitet uno auf oem Markt ein Spring. Lrunnen errichtet werden sollte, so sie. len beiOe Unlerneymungen zugleich der Bürgerschaft zu schwer und beide unter» Plieben.

Es wurde aber, auf das Angeben eines Italienischen Baumeisterspeter Toutier, auf diese Stelle ein Ballhaus, D. i. ein öffentlicher Vergnügungeort für Studierende, welcher hauptsächlich zu Leibesübungen bestimmt war, nach Dem Beispiel anderer Universitäten, auf herrschaftliche Kosten erbauet. Da aber dieses Ballhaus, hauptsächlich durch die 1625. geschehene Verlegung Der Univer* sitär nach Marburg, leer uud unbesucht staub, und man den Mangel einer an. dern> Kirche für Die Volksmenge von Glessen leohafr zu fühlen anfieng, söge. Lchah« Höchsten Orrv der Auftrag, es zu einer Kirche umzuformen. Der Fürst» liche Baumeister EhriiiophHelfrich Mül» Ur machte das Model! dazuund der GenerauVachlmeijier Hans Günkhervon uns Lrennhauj'en ortriev vorzüglich das.Bauwesen, welches meist aus den ZestungSdauaukteln-bestritten wurde.

D>e erste Predigt wurde 1645. auf Betreiben pes-d^Migen Ohereomman,

danken und GeneraMeutenanks Ernfk Albrecht von Eberssein, von dem Regt» mentsprediger Stephan Schüfilergehal^ ten. Nachher wurde öfters Den wegen der Kriegsunruhen geflüchteten Landleu» ten vou ihren Pfarrern darinn gepredigt, nachdem das Colleggebäude, welches vorher dazu gebraucht worden war, zu enge war. 1651. hielt D. Feuerborn bei Wiederherstellung Der Universität einen feierlichen Gottesdienst darinn, undnach. her predigte leben Sonntag ein Kandi­dat, wobei Die Studenten eine Kirchen» musik aufführten, und nach der Predigt ein Stadtpfarrer Kinderlehre hielt. D« Haberkorn verrichtete endlich 1658. dir feierliche Einweihung, und von dieser Zeit an wurde iedesmal Sonntags Vor. mittags um 9 und Nachmittags um 1,, und Donnerstags Vormittags Gottes, dienst Darinn gehalten. Die Donner« stagskirche gieng nach der Zeit ein, und- da die Zeit Den Soldaten, welche auf die Wache ziehen sollten, zu spar toar,. fa wurde der Gottesdienst auf die noch iezt bestehende Stunden festgesezt und ein Zeichen mit Der Trommel gegeben.

Der erste Prediger bei ter Kirche,, weicher zugleich Reqimeutepredigor war, war M. jufraa GrilfußDer zweyte, M. Hartmann Mögen; auf diesen folgt, Johann Nicolaus Misler, nachmaliger Professor und Superintendent; auf die. fen M. ißrnfr Müller; auf diesen D. Michael Giricius; nach diesem Johann Eonrad Gebhard. Die ersten Stühle liefen sich Darinn errichten Der General, lieutenant von Eberstein, der Leibme. dicus und Professor Horst und Der SU» gierungsrath Dizterich»

Hülfsmittek für Ertrunkene!

V e r f 01 g.

3) Sollte das Gesicht aufgetrieben seyü , und braun und blau auösehen, oder