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Der Snftbftner bei dem Durchmarsch der Truppen durch unsre. Stadt.
Da kommen fie — eia ganzes Heer
Mit Paukenschiag und Trommelklang Geschmukt mit grünen Reisern.' $frk?^lirn2?an? ^ndet brr wartenden Annäherung an. Die Menge zu den Thoren hinaus, die Strassen stehen voll Zuschauer, andre nehmen die Fenster ein. Einige saoffen den Zug wohlauf und ab, suchen und Nnben, alte Freunde, Bekannte, ehe. malige Einquartirte, andre ergötzen sich an dem Schall der Musik. Michzog be. sonders die schöne Cavallerie an. Die Pferde der Anführer, wie stolz sie tanz, ten bei dem Klang der Trompete, schäum, ten, mit Zaum und Gebiß spielten, und ungedultig langsam schritten! Und baS schone Pferd- Geschmeide [ Auf dem dun. kein Grunde die glänzend weisen Otter- Kopfgen! Recht hübsch nahm sich bad oud. Ich stellte so meine Betrachtungen on über bitfen Schmuk, von dem man mir als Schulknaben oft erzählt hatte; daß es Otternköpse wären, die man den Ottern adfchnitt, und dann in einen Amei» fenhaufen legte, wo in kurzem alleS Fleischige von den Ameisen abgezehrt Würde. DaS sind fie nun nicht, aber ein merkwürdiger, ein Thranenwerthek Schmuk bleiben sie immer, daher will ich den Lesern dieses BlatteS etwas we. «iges davon erzählen,
D^e Otternköpfgen sind die Gehäuse einer Schnecke , welche die Systematiker Cypre<r Moneta , die Schnecken-Münze nennen. Sre werden am häufigsten an den Philippinen und Malediven gefischt, und sind in Asien unter dem Namen Raurw, in Afrika aber unter dem Na. men Simbis bekannt. Sie dienen den
Volkern lu diesen Welttheiken zum Schmuk ihrer Körper und Gcräthschaften, aber Nirgends werden sie mehr geschäzt und verlangt als in Guinea, wo sie wie Geld dienen, und dazu sind sie auch fast so de. quem als unsre Scheidemünze. Denn baS Gepräge kann nicht verfälscht und der Rand nicht beschnitten werden. Man braucht blos die Stücke zu zählen, und der Unterschied den die weise Farbe und dle schöne Bildung im Werthe macht, fallt noch leichter in die Augen als das Gepräge unsrer Groschen und Böhm-
An den Malediven nimmt man die Fischerei dieser Schnecken alle Monate zweimal vor, nach der stärksten Flut, dem Tage nach dem Neumond und dem Vollmond. Seitdem die Holländer Zeilon in Besitz haben, haben sie den Handel mit diesen Schneckenschaalen fast gänzlich an sich gezogen, so daß die Europäer diese Waare fast meistens in Amsterdam kauffen müssen.
Die Fortsetzung im nächsten Stück.
Eviktalvorladung.
Da es nach Absterben deS Konrad DöringerS und dessen Ehefrau zu Annerod, den Üatum paßivum aufeiue rechts, beständige Art festzusetzen erforderlich ist; so werden in der Hinsicht alle diejenige, welche an obbesagte Eheleute etwas zu fordern zu haben glauben, edictaliter und mit dem Anfügen hiermit vorgela, den, daß sie in dem deshalb auf den yten April laufenden Jahres anberaum, ten Termin vor allhiesigem Festlichen Amt erscheinen, ihre Forderungen rechts, genüglich bescheinigen, und darauf wei. terer rechtlichen Verordnung, im Aus. dleibungsfall aber, daß sie damit weitrr nicht gehört werden, sich gewärtigen sok.
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