I564. ist der Bau der Festungswerke ru Ende gebracht worden, nachdem er fünfthalb Jahr- gewährt.hatte. 157t. «nd dieselben von Landgraf Ludwig dem älteren erweitert und zwei neue Vorwerke oder Schanzen angelegt worden.
1575: ist ein Vertrag zwischen den Städten Wetzflar und Giessen errichtet worden, „raß nach dem Erbschutzver- „wandtnuß, damit die Stadt Wetzflar „dem Du'chkruchtlgen Landgraf Ludwig „zugethan seynd, der Ucberz,ug aus ei. ner der Städte unversperret und nicht „vorenthalteN seyn solle'. Unterzeichnet 0. Hejntzenberger, Kanzlar.
Der Verfolg im nächsten Stück.
Be-
1552. ist die Lahn so groß gewesen, daß das Wasser allenthalben in dieStadt gedrungen ist, also daß die Leute ihr Vieh auf die Böden der Häuser bringen um- rt6n Es that auch sonst an der Frucht auf dem Feld« großen Schaden, und bat Brücken und Steege zerbrochen und hm. «eggeführt. Den 8- und yten jan. U»
„ fshlen, denselben noch eines ManneS ,, Läng niedriger zu machen und an zweien . Qrren d-n Graben dermasen ausfullen
lassen, daß man zu Mitternacht unge. hindert durch Giessen reissen und fah» ren können. Und als die Spanier ,hr
,, zur Antwort gaben , wie nit Erde ge» ,nug vorhanden, hat sie geantwortet, „ehe es daran mangeln sollte, wolltest« „verschaffen, daß Erde von Acha, da ' ihre Wchnung, vierzu geholet wurde. „Es hat auch in diesem jämmerlichen ..Zustand «rmeldter Graff die Fürstin
Cdristianam und junge Herren zu un. ..billigen Verträgen, delangendKönigs, .berg und andere Lehen gezwungen, welche doch hernachmal als untüchtig kassirt und resiindirl worden." Das Geschütz und die Munition wurden zcr. streut, und zum Theil nach Spanien ge»
niedergeiegt.
Als Curt von Haustein von Kaisers wegen mir 20 Fähnlein Knechten und 800 R-istgen in die Herrschaft Epstrin einftel, und dasDorf Ludderdach Plünderte, wur. den 400Reuter u. zFähnlein Knechte ge» gen sie gen Butzbach und Giessen gelegt.
1553. sind zu Giessen neue Stücke Geschütz gegossen worden.
1560. wurden die Festungswerke wieder von neuem aufgeführt von Land, gras Philipp. Den 27ten Merz schlug der Blitz in dir Stadt, so daß eine große Fruersdrunft entstand, und innerhalb 3 Stunden iü8Gebäude, ohne die Scheu, ern und Stallungen abbrannten. Da. von sind in hiesiger Skadtkirche, neben der Kanzel, auf einer Tafel lateinische und deutsch! Verse zu lesen. Es entstand davon «in freier Platz, welcher noch j-jt der Brand heißt.
? d l552..ist Landgraf Philipp , zur gro. Len Freude des ganzen Landes, d«u rrt-a Sept, zu Giessen wieder angekommen. Tici, hat er Gelegenheit genommen, sich an dem Grafen von Solms !u rachen. Er rückte mit Reutern, Lanzknechten und den Giesser Büßern vor Lich, nahm es ein, rasirte di« Festung, und führte bie Kanonen weg, davon vier, worauf des Grafen Wappen stand, irt das hiesige Zeughaus kamen. Auch nahmen di« Bü^er die große und schöne Glocke von dem Licher Tdurm, und bi-ngeu st«- all« hier auf. 15SS stad alle Solmsisch« Streitigkeiten verglichen und drigelegt
men so große Regen, daß dergleichen nie gehört worden, und das Wasser hat 8« Marburg die ü-in-rne Brücke umgewor. fen und 24Menschen ersauft; auch hat es zu Giessen und Wetzlar di« Brucken


