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Hierdurch werden nicht nur die Feces im Mastdarm.' erweichet, sondern der Canal der Gedärme gereitzet, der motus peri- ftalticus vermehret und endlich dadurch Luft geschaft, um die übrigen Feces und Winde aus dem Körper zu bringen. Im Fall aber, daß man weder von bemeld» ten Biumen, noch vom gereinigten Weins steine nicht gleich bei der Hand hätte, so kann ein Klystier aus Wasser, worinn eine Handvoll Salz zerlassen, mit 5 bis 6 Löffel voll Oehl genügsame Dienste er, weisen.
Was nun den innerlichen Gebrauch der Medikamente betrift, so haben wir magenstärkende und windtreidendr Mik- Hel genug, als z. E.
Gaigant, Zitwer, Calmu6"ÄZarz«s, Melissen, Krausemünz, Wermuth, Lachen-Knoblauch, Ingwer, Mus. catnuß, Nagelein, Wachholderbeer, Lorbeer, Kümmel, Dill-Saamen, Anis, Sellery, Petersilien - Saa- men,
snb andere dergleichen mehr, aber hier hat man sich vor solchen magen * und windtreibenden Arzneien sorgfältigzu hüten. Denn durch ihren heftigen Reitz, können sie bei der unterdrückten Bewegung der Verdauungö-Werkzeuge leicht eine Entzündung hervorbringen oder noch vermehren, und die allerunglücklichsten Folgen verursachen. Ich will statt deren folgendes geringes Mittel empfehlen, wel- ches die sichersten und allerbesten Folgen hervorbringen wird, wenn es nur gehö- rig und zu seiner rechten Zeit gebraucht wird.
Man nimmt von dem gereinigten Weinstein anderthalb Loth/Salpetbr ein Loth, zwei Löffel voll Brandte- wein, und ein Glas voll frisch Was- fer, oder auch ltzehr Wasser, u»h Siebt solches dem Viehe ein.
In Z<it einer Stunde, ja auch wohl noch eher, kau solches wiederholet und nochmalen gegeben werden , den» stärkere blähunastreibende Mikkel werden hier ohnfehlbar das Uebel nur ärger machen, und den Tod beschleunigen. Kühlende Arzneien hingeqen, und solche welche den Krampf der Nerven beilegen, können hier nebst gelinden abführenden Klystre- rtn vom größten Nutzen feyn. Auch das Käuen des Skrvhfeils in dem Munde muß ja nicht unterlassen werden , durch welches zu eben der Zeit, eine Menge von Dünsten auSgeführt werden. Nie- malen wird man in eine fo große Gefahr kaufen, wenn man anfangs nur gelinde Dinge braucht, als wenn man sogleich dem Viehe die schon mehr bemeldte erhitzende O-Hle und andere dergleichen stark reifende Dinge eingiebt; da ohnehin die Arzneien, welche eine Entzün« Lung erregen, oder vermehren, überhaupt unendlich viel kräftiger als diejenigen sind, zu welchen manseineZufiucht zu nehmen hakte, um das gestiftete Uebel wieder gur zu machen.
Der Verfolg im nächsten Stück.
Bekanntmachung von Verschiedenen Sachen.
I) Herr Doftor medicinae Bruch, vormals Arzt in Cusel, har durch die lez. trre Verheerung daselbst seine Bibliothek, Habe und Vermögen ohne irgend was davon zu retten, den Flammen preis lassen müssen. Er wohnt izt ohnfern da. von auf einem Dorfe Baumholder. Ich mache dies ihn betroffene traurige Loos allen seinen Bekannte un,t> Verwandten in hiesiger Gegend bekannt. Mehrere seiner noch in unsrer Gegend lebenden akademischen Freunde, wird dieser ihm begegnete Verlust besonders schmerzhaft feyn, und daß sie wahren Antheik daran
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