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Heilungen Dieses Uebels.
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Ich zweifle hier gar nicht, bass man Mir nicht Den Einwurf machen wird, baß durch das Eingeben dieses oder jenes Oehles, Brandteweins oder Essigs mit Pfeffer und dergleichen doch schon vielen fey geholfen worden. Nur fragt sichs, ob dieses nicht vielmehr zufälligerweise geschehen ist, da die Krankheit noch in* keinem sehr hohen Krade vorhanden war, und wo die gütige Natur selbst mehr als der vernünftigere Arzt die Heilung her- vorgebracht hat, so daß das Uebe! noch geschwinder und leichter vorbei gegan. gen feyn würde, wenn dem Thier durch die höchst schädlichen Mittel s die Winde im Le>be nicht noch mehr eingesperrk wor, den wären. Denn diese aromatischen Oehle, wie auch andere Gewürze, und insbesondere der Puffer, müssen den Magen nur irntiren und erhitzen. Der Brandkewein und der Esfla aber, wenn er nicht mit Wasser vorhero dikuirdwird, wird dem Tbiere jedesmal nichts alseine erstaunliche Beängstigung hervorbringen.
Da aber vergleichen Leute nicht an» Vers belehret find, so sind sie meistens der Meinung , die Sache gut getroffen ZU haben, wenn dem Thier der Schweiß nur recht gewaltsamer Weise aus der Hauk hervorgetrieben wird. Das beste aber und noch am ersten lobenswürdiae ist der Gebrauch des Strohseils, so sie dem Vietze in das Maul zu geben pflegen, welches von ihrer ganzen Heilungsme« khode allein anzurühmen ist, da solches von allen ihren Medicamenten als der beste Beitrag zur Austreibung der Winde angesehen werden muss.
Sonsten stütz k sich die Kur-Methode auf eine ganz andere Iadicatton, man
muß erstlich sehen, 6#ö verstopften Darm. Canal, und besonders den Mastdarmzu öfnen, und dieetwan darinn verschlossene Feces aus dem Wege zu raumen , wozu hier am besten die Klysriere sind. Denn das sonst gewöhnliche Ausraumen des Mastdarms mit der Hand kirn sehr leicht eine der schlimmsten Folgen nach sich zie, hen, und zu einer Entzündung des Mast, darms Gelegenheit geben. Ein einziges oder nur ein paar ganz geringe erwei. chende Klystiere werden allemal hinläng. sich genug und besser als jener Handgriff seyn, welche man auf folgende Art de. reitet:
Man nimmt eine Handvoll Kamil, len-Blumen, und eben so viel.Nol. kunder-Blükhe, mit einem Schop. pen Wasser, und laßt es ein wenig kochen. Dann wird es durch ein Tuch gepreßt, ein oder zwei Löffel, voll Salz darin zerlassen, oder auch em paar koth gereinigter Weinstein, welches noch besser ist, zbisdLoffel voll Lein • Rüben - oder sonst ein gemeines Oehl darzu gethan, und als ein Klystier dem Thier beiae- brache.
Dieses kan im Nvthfalle nur mit einer Rinder-Blase und einem hölzernen hol. dernen Rohrletn geschehen, welches an v,e Blasen befestiget ,st. Das Thier muss aber nicht nur unter Beibringung des Klystiers selbst, sondern auch gleich darauf ein wenig tzerumgeführt werden, sonst würde das Kiystier nicht lange bei ihm bleiben, und seine Wirkungen nicht verrichten können. Ganz geringe Klystiere, und nicht v>el auf einmal, wirken auch bei dem Vieh besser als die großen. In einer halben oder ganzen Viertelstunde giebt man ihm wieder eines, wäre aber das erste gleich fortqegangen, so kann man ihm auch gleich wieder ein zweites geben, und so fahret man damit fort.
Hier-


