) i$7 (

Len nun die Pflanzen in den Plantagen festen Fuß gefaßt, so muß bas Behacken auch sorgfältig geschehen. Etwan vier Wochen nach der Umpflanzung bricht man die untersten 3 bis 4 Blätter bis auf 6 Zoll von der Erde sowohl, als die faul und fleckicht gewordenen Blätter ab; welche man nicht wegzuwerfen nöthig hat. Leicht sind sie doch zu dem schwarzen Stangtobak, der im Lande gemacht wird, gut; wer diese erste Abblattung nicht ver. säumt, wird finden, baß die übrigen Blätter weit stärker werden als sonst. Das sogenannte Geizen oder Abbrechen der Nebensprossen, auch dasKöpfen oder Abbrechendes Gipfels muß alle acht Tage geschehen. Die Nebensprossen kommen zwischen den Blättern und Stengeln her» vor; sollten auch einige Stengel in Blüte gekommen seyn, so fällt die Blüthe auf die Blätter, welche man davon reinigen muß: bleibt solche darauf liegen, so macht sie die Blätter löchericht und sau» lend. Wer Saamen ziehen will, laßtnuk wenig zum Saamen aufschießen.

6. Von derErndte oder Abblakung.

Die Zeit der Reife des Tobaks läßt sich nicht genau bestimmen, ein jeder sie, her es leicht, wenn die Blätter anfangen gelb zu werden. Man probiere, ob sie brechen, wenn man sie kcum bieget; thun sie dieses, so sind sie zeitig, und man Nimmt die Abblattung vor. Zuerst bricht Man die 2 oder z untersten Blätter, wie auch die löchericht gewordenen Blätter, legt solche immer in mäßige Bunde auf einander, bindet solche mit Strohseiken zusammen und sondert sie von den besten Blättern ab, welche man nachher gleich, falls abbricht, ordentlich die Blätter «ins aufs andere in Bunde legt, mit ei, nem Strohseil umbindet und so ins Haus oder SchMst* tM fähM,

7. Vom Trocknen.

In diesen Scheunen stellet man sie einige Tage an eine Wand hin, daß sie schwitzen; man muß aber auch darnach sehen, daß sie nicht zu längs.schwitzen, weil sie sonst in Fäulung gerathen und schwarz werden. Wenn nun die Blätter eine gelbbraune Farbehaben, Linderman die Bunde los und reihet die Blatter ein» zeln mit einer dazu verfertigten eisernen Nadel mitten am Stiel auf einen Klafter langen Bindfaden, hängt solchen an ei­nen luftigen Ort in Scheunen, und auf den Boden an beiden Enden auf, damit sie trocknen; öfters muß man Nachsehen, daß die Blätter nicht an einander kleben, und sie deswegen auseinander schütteln, bis sie trocken sind. Der Ork, wo diese Faden mit dem Tobak bingehangsn wer, den, muß häufig mit Oefnungen verse­hen seyn; doch müssen vor allen Oefnun­gen Klappen seyn: damit solche des Nachts und beim Nebel zugemachr wer­den können. Durch Nebel soll derTobak vielem Schaden am Geschmack leiden. Sind nun die Blätter ganz trocken, fo wartet man eine feuchte Witterung ad, (denn bei ganz trockener Witterung bre­chen die Blätter) sodann nimmt matt den Tobak ab, und ziehet die aufgereihe» ten Blätter auf den Faden fest aneinan» der, bindet sie mir eben den Fäden in Bunde, und so Pakt man diese zum Ver­kauf bin.

Nur noch eine Erinnerung ist nöthig, nemlich daß man sich nicht gelüsten lasse, den Tobak beim Verkauf anzuseuchten, um dadurch an Gewicht zu gewinnen, es möchte ihm vielen Schaben bringen, denn der Tobak wird dadurch schimlicht und verdirbt»

Bekanntmachungen»

Für Schulen ist ein wohlfeiles lakel. nrsches Mmeshuchein Bedürfnis. Herr

Schmer-