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Atmet- Untttti&t und Anweisung für Viefenigen / so Tobak pflanzen wollen.
Verfolg.
4. Von Bereitung der Betten, darin der Saame gesäek wird.
Man kann den Gaamen, wenn er auf vorige Art zum Keimen getrieben ist, entweder auf Mistbetten, oder auf ein anderesgut zugerichtekes Bette, oderauch auf sogrnannteTodakskutschen säen. Die Betten müssen unten mit Pferdemist, dar» über mit Kuhmist und dann mit einem Hal» Len bis drei Viertel Fuß hoher guterErde angefüllet werden; diese Erde muß, wenn rnanS haben kann , von altem Schaaf- und Hühnermist mit guter Baumerde und Asche zusammengesetzt, und desfalls schon im vorigen Jahre zusammengeftochrn feyn, damit man solche ganz trocken ha» Len und fern sieben könne. Die Tobaks« kutschen werden auf folgende Art ge« macht: man nimmt einen Platz, vier Fuß breit und so lang als man es nöthig hat, schlägt zugespitztr Stöcke, die oben Twielen haben, an beiden.Seiten in d:e Erve, legt darin starke Stöcker, dir die Last tragen können, etwan einen Fuß hoch von der Erde und darüber Skräu« sier oder Braten dicht aneinander und hierauf den Mist und die Erde nach vor. geschriebener Art. Diese Tobakskutschen hält man deswegen am besten, weil sie rrhöhrt sind, und also besser vor Erdfloh u. Mau'.wurfgesi-chert sind; mir gefällt aber dir Art der Betten, die man aufdrrdlo. sen Erde anfüllt, wenn man keine ordent« liche Mistbetten hat, am besten. Man hat nicht so viele Umstände, und Man Wählet doch zu solchen Betten einen Fleck tiahe am Hause, an der Sonne, wo man gegen den Nord und Ostwind Schutz hat. Ist nun das Bette so zubereitet, so säet mag den Mit Eany vhrr Asche vermeng'
ten Saamen auf, welcher aber nicht ein. grharket wird,, damit der feine Saamerr nicht zu tief in dir Erde kömmt; man streuet liebet nur etwas gesiebte feine Erde darüber her, daß der Saame be« deckt wird. Nun darf aber das Begies. sen nicht vergessen werden, welches um den andern Tag geschehen muß, wenn die Erde trocken ist. Alle Nächte muß man die Betten auch zudecken, damit die Nachtfröste denen jungen Pflanzen nicht schaden. Das Zudecken geschieht mit Matten, oder in Ermangelung dessen mit Strohdecken, ssolcheverfertigtman selbst. Man nimmt jedesmal drei Finger dick langes Rvckeustroh und bindet eine sol. eher Lagen an einigen Stellen mit Faden an die andere, und macht sich so große und so viele Dekken als man will. Die nächstdem aufgegangene Pflanzen müssen auch fleißig, aber behutsam gejätet wer. den, damit die jungen Pflanzennicht mit ausgezogen werden , welche erstein dickeS plattes Blatt und kleine Wurzeln haben.
5- Vom Versetzen der Pflanzen.
e Sind nun die Pflanzen von der Größe kleiner Salatpfianzen, oder daß sie 5 bis 6Blätter haben, so ist es Zeit, sie in das gut und fein geeggte Land zu versitzen. Man setzt solche der Lange der Reihen nach ein und einen halben Fuß voneinander. Zwei Reihen kommen auch immer ein und einen halben Fuß, die dritte aber zwei Fuß von einander, da« mit man desto besser in den breiten Raum gehen kann. Man wählet zwar die Zeit zum Verpflanzen, wenn es geregnet hat: fallt aber eine trockene Zeit ein \ so muß man sie fleißig begiessen. Auch pflegen einige Pflanzen gelb zu werden, welche hernach doch nichts nutzen; diese zieht man gleich aus, uud setzt bessere an de« reu Platz. Weswegen man immer noch etwas Pflanzen gern übrig behält« Ha« den


