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Um dieses Uebelzu heben, müssen Wir vorerst auf die Ursachen gehen, wel. ehe die Luft zurück halten, und dadurch zu solcher Ausdehnung der Mägen und der Gedärme, oder dem ungestümen Aus- druch derselben in den Hinterieib Anlaß geben.
Sobald bas Anbäufen der Speise in dem Körper geschiehst, so höret die regulaire Verdauung allgemach auf, der motus periftalticus wird unterdrückt, es erfolget Verstopfung des Leibs, dieReste der Speisen können nicht mehr fortge- schäft werden, der Mastdarm fängt sich an durch die krampfhafte Zusammenziehung zu verengern , und die in dem Tbiere noch enthaltene Speisen fangen sogleich an in eine Fäulung überzugehen, welches man aus dem üblen Geruch der Winde gar leicht erkennen kan. Zulezt erfolgt der Brand, und das Thier läuft immer mehr und mehr der Gefahr des Zerplatzens entgegen, da die Mägen nicht mehr im Stande sind, zur ordent, Eichen Verdauung der Speisen etwas beitragen zu können.
Oesters würben solche Zufälle, durch ein schnelles Ausleeren der Speisen aus denen Mägen mit einem Brechmittel können gehoben werden. Da uns aber die Erfahrung belehrt, daß die Beschaffen, heit der Mägen, und der Bau des Kör- pers bei dem Viehe nicht von der Artist, noch die Tbeile miteiner so empfindlichen Irritabilität versehen sind, wodurch eine so schnelle Zusammenziehung, die zu sol- eher Ausleerung nölhiq ist, hrrvorqe- bracht werden kan, auch die allergröste Dosis der stärkesten Brechmittel nichts anders als die allerheftigsten Beängstigungen, Zittern, ja sogar Convulsionen erregen, ehe ein wahres Brechen von ihnen bewirket wird, sy müsse» wir dieser Mittel entbehre».
An den mehresten Orken, besonders wo sich dieser Zufall am öftesten zu ereig. nen psteget, ist fast ein jeder Landwirth oder Bauer, immer mit einem Vorrath einiger von feinen Ekkern geerbten Medikamenten, oder von feinem Nachbar entlehnten Rezepten versehen, welche Fort- Pflanzung bei ihnen ja nicht darf verab. säumet werden. Da muß immer gleich das
Terpetinöhl, Skeinöhl, Pechöhk, Tannzapfevöhl, Scorpionöbl, Lohr- öhi, Balsam. Sulphuris, Theriac, und dergleichen bei der Hand feyn, mit welchen sie den Versuch ein und das andremal anstellen.
Will das nicht helfen, so muß erst noch der gemeine Vieharzt kommen, der Weber den Bau des Thieres, und die Ursachen des Zustandes kennet, »scheine gründliche Wissenschaft oder einig« Er- kenntnis eines schädlichen oder nützlichen Heilmittels hat, der dann erst noch auf die dem Viehe schon emgegedene Mittel, einen Trank oben eingicbk, mit welchem er entweder der eingefchlossenen Luft die Wege noch mehr verkleistert, oder wohl gar eine Entzündung irgendwo an denen Verdauungs-Werkzeugen aus Unwissenheit hervorbringk, die Circulation des Geblüts vermehret, den noch geringen vorhandenen motus perirtakicns unter, brückt und die Verdauung also gänzlich verhindert.
Der Verfolg im nächsten Stück.
Bekanntmachung r>on verschiedene»» Sachen.
i) Vor kurzen Tagen sind zu Nacht, zelten au6 dem Fürstt. Weilburgifchen Speisesaal, von silbernen Schwenkkum. pen zwei große faxonirte silberne Hand, haben mit Carricakur-Köpfen, weiche zusammen 23 Mark Silber wiegen, so,
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