— ) rz4 ( —
Vom Aufläufen des Rindviehes and de» Heilungen dieses Nebels.
Verfolg.
Es haben nemlich diese Thier« vier hintereinander liegende Magen, wovon zur D'gestion ein feder bas feinige beiträ, get, so wie die Speisen nach und nach aus dem vorhergehenden Magen in ihn gebracht wird. Der erste Magen, in welchen die Speisen anfänglich durch die Speise. Röhre gebracht werden, ist der größte und heisset der Panzen oder der Wanst. Er dienet nur jur Erweichung der Speisen, und ist auf seiner ganzen Innern Fläche mit kleinen spitzigen Wärz- kein versehen , die zur Erweichung der Speisen einen Saft absondern. Der erste Magen zieht sich zusammen, um etwas zu dem Wiederkäuen in das Maul zu bringen. Der zweite Magen, welcher der kleinste ist, bildet den Brocken, der zum Wiederkauen in das Mauk gebracht wer« den soll, wobei sich die Rinne, die zu dem dritten Magen geht, verschließt, damit der Brocken in das Maul treten und wieder gekäuetwerden kann Wenn nun der Bissen aufs neue zerkauet und wieder verschluckt worben ist, so fällt er wieder in den ersten Magen; der zweite Bissen wird nun wieder in dasMauk geschoben, und der schon gekauete gelanget nach und nach auS dem ersten in den dritten Ma« gen, oder in das sogenannte Buch oder Salter. Hierinnen hält sich die Speise «ine längere Zeit auf als in den andern Mägen, und zwar wegen der Blätter die sich in demselben befinden. Von da ge. hen die Speisen in den vierten Magen, in welchem sie schon gewissermaßen daS Absehen Lines Mists bekommen, undwor« innen das ganze Geschäft der Verdau« vng sich endigt.
AuS diesem vierten und leztern Ma, gen gelange« endlich die in demselben
durchgekochten Speisen in die Gedärme, in welchen sie immer weiter, vermittelst einer i^mer fortdaurenden wurmsörmi» gen Bewegung der Gedärme fortgescho- den werden. Die Galle hilft nun eben, falls zur weitern Auflösung der Speisen, und macht überdem durch ihr« Schärfe, daß die Gedärme sich stärker zusammen ziehen, und die verdauten Speisen desto eher fortschieben, bis sie endlich durch den Masdarm völlig auS dem Körper fortgebracht werden,nachdem derMUch. saft daraus, durch die Milch-Gefäße auf. genommen worden.
Der gewöhnliche Futterklee, die weif, ftn Rüben, wie auch bas fette Futter, gras des Herbstes auf fetten Musen, be. sitzen nun eine vorzügliche Menge von wasserigten Feuchtigkeiten und Luft.
Wenn also ein Stück Vieh, welchem es gefüttert wird, vor anderem an der Schwäche der Fasern der Eingeweide lei. bet, so gehen die Speisen gar leicht in eine Gährung über. Der rohe Saft die. ser Gewächse, welchen der Magen wegen der Menge der Speisen, oder wegen der zu großen Schärfe derselben nicht über- wattigen kan, setzet die Nerven der Mä- gen und Gedärme in eine krampfhaft« Bewegung, und versperret dadurch b«. neu Wtnden ihren Ausgang, welche ferner durch die in dem Körper vorhandene Wärme sich ausserordentlich ausdehnen, daß der Leib also zu einer solchen entsetz, lichen Dicke aufläufet, und daß die Luft endlich, nachdem die Mägen und der ganze Canal der Gedärme so viel wie möglich erweitert worden ist, durch di« Häute der Gedärm« durchdringet, und eine Windgefchwulst in dem ganzen Leibe her. vorbringt, wovon das Vieh, wenn man ihm nicht alsobald schleunige Hülfe ver. schaffet, zerplatzen und sterben muß.
Um


