Ausgabe 
20.9.1794
 
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f. Walachsiischm großen rundblattei

eigen, g. Ammersforter spißblatterigen.

Die Sore« Lit.b. ist wohl am best nund in Deutschland und Holland am stark- sten eingeführet. In der Gegend Nürn­berg Zeugen sie den wohlschmeckendsten Todak, aber sie ziehen ihn auch aufSpar- ge!.-Feldern, womit in hiesigen Gegen­den der Landmann selten versehen ist. .Von Walacheiischen großen rundblätte. rigen Lit. f. hat mir «in guter Freund Saamen gesandt, und versichert, daß er davon recht guten wohlschmeckenden Tobak erhalten habe« Der unter Lit.a. bemerkte grüne Virginische soll die grö* ßesten Blätter haben; allein zu dick, daß sie im Trockenen zu viel verliehren, und zu fett, daß er einen unangenehmen Ge­schmack behält; die übrigen Sorten sol­len nicht einträglich feytt.

2. Von Einweichung und Ausstreuung des Saamens.

Zum Einweichen nimmt man einen wollenen Lappen von weissem Flanell, oder macht einen Beute! davon, (einige wollen, es müsse rothes wollenes Zeug seyn, ändert behaupten, blaue und ei­nige andere Farben wären schädlich) in diesen Beutel ober Lappen schüttet man den Saamen, so man säen will, legt ihn «twan 24Stunden in laulichtes Wasser, hernach hangt man ihn nicht weit vom Ofen auf, oder legt ihn in ein Geschirr, und feuchtet ihn 5 bis 6Tage nacheinan­der an, daß der Beutel nicht trocken wird, welches sonst das Keimen verhin­dert. Daher ist wohl das beste, solchen in ein Geschirr zu legen, beim Aufhän, gen kann solcher sehr leicht trocken wer­den, wenn das Besprengen einmal ver- gissen wird; sieht man nun, daß der Saamen keimen will/ so ist es Zelt ihn

zu säen. Sodann vermengt man ihn mir ekwan viermal so viel Asche oder trockenem Sand, damit der gekeimte GaaMe nicht in Klumpen und uneben ge- säet werde. Die Einweichung des Saa­mens geschieh«! am besten zu Anfang des Aprilmonats.

Der Schlus irrt nächsten Stück.

Bekanntmachung von verschiedene» Sachen.

1) Nachdem«Dienstagsden7.Octo­ber Morgens 9Uhr aufdahiesigemRath- Haus nachstehende demDurgerundRoth- gerbet Johann Casper Vetzberger zuste- henbe Feldgüther, als:

rüRuthenGarten am CtofdokferWeg neben Conrad Pepler,

i/4 Morgen 19 Ruthen Acker in der Schwarzlach, neben Joh. Jost Schiesser, Zs Ruthen Garten am untersten Rie­gelpfad, neben Joh. Conrad Pepler,

1/4 Morgen 21 Ruthen Wiese hinter der Aue, neben dem Wiessecker Pfarrguth, Schuldenhalber öffentlich an den Meist­bietenden verstrichen werden sollen, als können diejenige, welche Lüsten haben mitzustreichen, sich alödann einfinden und des Zuschlags gewärtig seyn. Gie. (en den i6tenSeptembr. 1794.

Fürst!. Hess. Obetamt daselbst. Rayß.

2) Künftigen Dienstag Nachmit- tags um 2llhr sollen:

1 Paar schwere Ochse«,

1 großer Wagen und

2 Pflüge

an die Meistbietende käuflich überlassen werden. Die Kauflustige können sich zu der bemerkten Zeit in des Herrn Gene­ralmajor von Schmalkalöers Haus ein- finden. Giesen am i8tenSept. 1794.

G. F. Müller.

3)Künf-