Ausgabe 
19.4.1794
 
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NSzliche Erfindungen.

Der Strumpfwirkerstuhl ist zuerst 1656. in England aufgekommen, und nach diesem nach Frankreich gebracht worden.

Ein Nürnbergifcher Bürger, Na. mens Guter, hat die Wmdbüchfe er­funden. 1 ,

Es ist noch nicht 300 Jahre, daß Ludwig von Berken, ein Edelmann aus Brügge, die Kunst, die Diamanten zu schleifen und zu brillantiren, erfunden hat.

Die Kunst, die Kanonen aus dem ganzen zu bohren, so daß der Kern ganz lbleibt, ist zu Anfang dieses Jahrhunderts von einem Schweizer, Namens Maritz, erfunden worden.

Ein Nürnbergifcher Burger Namens Greil, hat die Fässer zum Feuerlöschen grfunden. , . . ..,

Der Anfang der Hute steigt nicht Lber die Regierung Carls des Vl. Ko. «igs in Frankreich, hinaus. Man hielt die Hüte damals für e,ne solch« Eitelkeit, daß der Erzbischof von Paris alten Prie- «ern Befehl ertheilte, mit der Messe inne L halten, wenn ein Geistlicher mit einem Hut in der Kirche erscheinen würde.

Di« ersten Stecknadeln wurden in England im Jahr i$43 gemacht. Das -chöne Geschlecht bediente sich vorher kiel, »er hölzerner Stiftgen. ,

Die ersten seidenen Strumpfe trug in Frankreich König Heinrich li. im Jahre 1547. und in England die Königin Eli- sadekh r$6i.

Die Mode, die Strümpfezuwiklen, hat in Frankreich um das Jahr 1716. aufgehört, da die englischen Beinkleider Angeführt wurden, bei welchen man dieses nicht nörhig har

Thoinet Arbeau, ein französischer TanMeißer, der Erfinder der Chore,

graphie, ober der Kunst, die Schritte der Tänze in Noten zu setzen.

Das erste Leihhaus ist in Perus» durch einige gutgesinnte Bürger aufge- richret worden. Pabst Sixtus IV. er­richtete bas zweite in Savona im Jahr 1479. '

Die Kunst, die Blumen im Winker, vermittelst eines reinen Wassersandes, itt ihrer vollkommenen Schönheit zu erhal­ten, eignen einige dem Professor Böller in Strasburg, andere einem Jesuiten Ferarius in Siena zu.

Die Tabakspfianze, welche die Spa­nier 1520. in Jucatan fanden, ist in Frankreich erst 1560. bekannt, deren Ge­brauch aber zum Rauchen und Schnu­pfen erst 1600. eingeführt worden.

Das erste Pfund The« ist 1666. durch den Lord Atlington aus Holland nach England gebracht worden.

Der erste Kaffee kam nach Marseille 1644 . ä _

Die erste Schokolade ist 1520. durch die Spanier aus Mexico nach Europa ge­bracht worden.

Die Posten sind gegen das Jahr 1641 durch Lamarol von Taxis in dem deut­schen Reiche errichtet worden.

Ein Mechanikus in Leipzig hat vor einigen Jahren einen Wagen angegeben, von dem die Pferde, wenn sie scheu wer. den, durch Hülfe einer Feder avgelöset werden können.

Ein Schuster in Dresden verfertigt lange und starke Stöcke von gekäuetem Papier, welche sich biegen lassen, und in Ansehung der Farben, des Glanzes, der Länge, der Stärk« und des schönen An­sehens den spanischen Rohren völlig gleich kommen.

Der Mahler de Meere zu Gent hat dir von Hrn. du Mesnil, einem Mahler zu Brüssel, erfundene Kunst, die Male. W von einem Gemälde abjunehmen, und ß-