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Zst's nicht der Stolz, Mißgunst auf Er, den,
Dis Hrrrfchsucht nicht, so dies gebracht? Muß nicht die Pracht das Mittel werden, So Frankreich jezt höchst elend macht?
Ja Brüder seht! blickt in die Ferne, Blickt in die Näb«! immerhin
Pflanzt jenes leider! gar zu gerne Aufruhr in Mrnscheuherz und Sinn.
Seht dort in jenes Land der Franken, Da herrschen vorgedachke Träul;
Da morden Bürger ohne Schranken; Da ist das Menschenleben feil!
Der eine herrscht, ein andrer schwinget Den Mordesstahl so hoch er kann:
Von Leichen eilt er fort und dringet Bis zur Regierung sich hinan.
Intriguen herrschen dort zum höchsten; Die Landespflichr find' nicht mehr statt.
Ein jeder sorgt für sich zum besten, Uno füttert seinen Bauch recht satt.
DaS Volk ganz irrig hin zu leiten , Wargleich vom Anfang ihr Bemüh'n, Und es durch falsche Süßigkeiten Nur fest an sich hinan zu ziehn.
Dies ist gescheh» — geschieht noch täglich Von jener Hord', so dort regiert,
Die selbst den besten Ludwig — schreck« sich!
Mit eigner Hand zur Richtstatt führt.
Wir sehen dies und leben immer Noch fort im ungestörten Sitz Des edlen Friedens, der uns nimmer Kann wünschenswerther seyn als jezt.
Allein o Brüder! laßt uns streben . Dies Kleinod jezt auch werkh zu seyn: Die Obern müssen wir stets ehren, Gesetze müssen heilig seyn!
Kein Laster werd' bei uns geduldet. Die Strafe falle ohn'Ausnahm
Des Ranges, wer sie hat verschuldet, Muß den verdienten Lohn empfahn.
Die Tugend müssen wir hier schütze«, Intriguen halten von uns fern;
Den Edlen redlich unterstützen, Und ihm mir Freuden dienen gern.
Heil dann! wann solches bei uns thronet, Dann Heil dir edle Vaterstadt!
Heil dir! wo wahre Freiheit wohnet, Bei dir find't ächte Gleichheit statt!
Leichte und wohlfeile Art Essig zu jverfertigen.
In ein halbes Ankerfaß thuk acht BerlinerMaas Wasser, ein halbes Maas Brantwein, und ein Viertelpfund Zu» cker, oder an dessen statt zwei Eßlöffel voll Honig. Schüttelt es wohl durch einander, voruämlich seht darauf, daß der Zucker oder Honig wohl zergehe, und nicht unaufgelöst auf dem Grunde liegen bleibe, hernach setzt das Faß an einen warmen Ort; im Sommer an die Sonne, im Winter aber in die Stube auf oder hinter den Ofen, oder auch auf den Fsuerheerd; so erhaltet ihr, nach drei Monaten, zuweilen auch früher, unge, sähr sechs Maas Essig, der dem Weinessig an Farbe und Geschmack gleicht.
Während das Faß an der Sonne oder auf dem Ofen liegt, müßt ihr fiei» ßig Acht geben, ob es nicht rinnt, damit ihr nicht statt des gehofften Essigs eiq leeres Faß erhaltet.
Ist der Essig auf Flaschen gezoge», - so könnt ihr in demselben Fasse sogleich wieder von neuem aussüllen, wie zum ersten Male; sollte aber das Faß leck geworden seyn , so füllt es mit Wasser und laßt es so einige Lage liegen, 'wenn es seyn kann im Wasser, oder im Keller.
Ich habe ein halbes Ankerfaß zu nehmen empfohlen, weil ich dieses immer am bequemsten gefunden habe. Will man


