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Aufruf
An Alle Völker Europens.
Allen Monarchen, Fürsten, Tribunen, Vorstehern, geist - und weltlichen Herrschaften, Millcair - und Bür- -erlichtn Obrigkeiten gewidmet,
von
einem Officier der R. L. Armee.
Vor einem Jahr sagte Herr Burke schon im Brirnschen Parlement: „Ich weiß die seltsame Republik der Franken Mit nichts zu vergleichen, a!s etwa mit Hem SystemMahomets, welchermitdem Koran in der einen, und mit dem Schwerd in der andern Hand, den Ersten den Men. scheu zur Annahme dargedoten und mit Lern Zweiten sie zu dieser Annahme ge. zwungen hatte."
Und ihr zaudert noch Völker,- alle Europens, den Stahl in die Brust der Gottesläugner zu stoßen! — Hört ihr den Bund der Hölle-Derfchwornen, die euren Gott, unser aller Gott, euch, uns allen entreissen wollen! Hört ihr den Bund der Hölle-Verschwornen, diecuch den lejten Trost in eurer Sterdstunde rauben wollen! Hört ihr Frankreichs Tribunen, wie sie den allmächtigen, barm, herzigen Gott, von den Altären wegflu. «hen? seht ihr, wie sie eine feile Dirne, <m dessen Stelle über den Tabernackrl hinheben, und ihr göttliche Ehre erwei. fen ! Seht ihr, wie die Höllenbrut end, »ich zu täuschen aufhört, und ganz, ganz als Hölle euch entgegen zieht! Seht ihr, Vvie Satan die Larve nun wegreißt, und daS Gift seines Unglaubens auf euch aussprüht! Vorüber ist die Stunde deS Wahns, der politischen Heuchelei, der boshaften Zurückhaltung \ Aber es
auch pvsühßs Hit Htundl hex großen
Barmherzigkeit! — Das Maas des Greuels ist erfüllt! Der Kelch dFs Leidens umgestürzt! Die dargebotnr Hand des Mittlerszurückgestoßen, verschmäht, ver, höhnt, verflucht! — Doch der Stab des ewigen Richters ist auch gebrochen; Gottes-Wort ist nicht mehr für sie das wort, nicht mehr für Frankreich das wort, bas Fleisch geworden, und auf jeder Stirn Frankreichs, lodert ein Tropfen Blut des ewigen Richters, der ewige Verdammniß in ihre Seelen blitzt! —. Mir zittert die Hand, bann das Ewig ist schrecklich! — Ewig — Ewig! ~ £> barmherzig großer Gott! barmherzig und milde! — Denk, wie viele Wer« führte! — Denk wie viele kaum mächtig des Denkens! — Denk, wie viele hinge» rissen, mit dem Chaos ter Böftwichrer, ohne zu wissen, was sie ihn»! Denk, die unendlich vielen, die aus Angst für dea Tod, mit dem großen Haufen schrieen: Rreuzige ihn! Rrcuzige ihn! — Und endlich Allmächtiger, denke deines gro» ßen Works: „um eineß einzigen Gerechten willen, will ich ihrer verschonen"! — Aber auch dieser fand sich nicht! — Sollt' es möglich seyn, Allmächtiger! Nicht ein Einziger! — Ich zittere für die Wahrheit deines Worts, und zittere noch mehr für diese deine Wahrhri.', wenn ich hin auf Frankreich blicke! — Wo soll er sich da finden, der Gerechte! . . . Wie finden in einem Land, wo Moral und Religion mit Fussen getrerten wird! — //In einem Land, wo der Eid des Unterthanö zum Phantom worden ist, wo sein Arm vom Könlsmord räucher, wo Rache schäumend der Vater den Sohn aufs Schaffst führet, und der Sohn beim Röcheln des sterbenden Vaters lächelnd vorübergehet! wo Ehre und Schaam ent- flohen ist, und Blutschande als Scherz gilt, wo die Nächstenliebe nur in bunten W-sttN Itmti URt> ihr Dasein ganz der.
mißt


