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Vött einem Brändäkhakettden Bauholz» ünstriche.
(Aus dem Vokksfreund.) Beschlus.
Will man den zweiten Anstrich gö» -rauchen, welcher aus zTheilen zart ge, schlämmten Leimen und i Theile gefchläm- ten Tbone bestehet, so werden diese Theile ebenfalls zu einem dicken Drei gemischt, Und dünn wird das Bauholz damit be» strichen. Eben so verfährt man mit dem dritten Anstriche, welcher aus gTheilen Leimen und i Theil Mehlkleister bestehet.
Will man sich aber des vierten An» strichs bedienen, welcher aus z Theilen Leimen, r Theil zarkgeschlämmten Thon und 1 Theil Mehlkleister bestehet, so geht itian mit diesem eben so, wie mit den erstem zu Werke, nur muß man wissen, daß sowohl'der Leimen- als auch dec Kleister nur dünne > und Nicht so steif feyn dürfen, als die beiden Theile zU den zwei ersten Anstrichen, weit Leimen und Kleister zufammengemischr r doch steifer werden als Leimen und Thon.
Das Bauholz welches man bestrck» then will, darfauch nicht naß, sondern muß trocken seyn, es darf auch nicht kur; Vorher mit Salzwasser, und noch weni» Zer mit Lauge oder Vitriolwasser ange» strichen worden feyN.
Ferner ist noch zu bemerken, baß bas Anstreichen nicht im Winker gesche» hen darf, weil da der Frost schadet, auch nicht bet Ncgenwerter, weil der Anstrich die Feuchtigkeit an sich ziehet und lang» sam trocknet.
Um zu verhindern, daß dieser An» strich, welcher mit Kleister zusammen gesetzt ist, nicht von Mäusen, Vögeln oder Ändern Thieken befassen werdo, so kann tznast etwas von bittern Krautern, zum
Exempel von Wermuth, Bitterklee, Ta. bak oder Weidenbläktern nehmen, dieses Mit heissem Wasser adbrühen, und dieses bittere Wasser bei der Verfertigung des Kleisters mit gebrauchen»
Vom Gebrauche des gemeinen Ruchen- salzeo, als einem vermuthlicheu verwabrnngsmirtel gegen die Horn- viehseuche.
(Aus den Hannöverisch. Anzeigen.)
Nachdem so unzählbare Mittel wider die Hornviehsenche angegeben worden, Welche gleichwol nicht die erwünschte und angepriesene Wirkunggehabt, so wird es mir auch erlaubt seyn, durch Anpreisung eines der allernatürlichsten Mittel jene Zahl zu vermehren, zumal meines Wif. sens, über den Gebrauch desselben, vielleicht aus keiner andern Ursache, als weil es zu einfach ist, bisher noch keine 93er» suche angestellet sind: Und also der Erfolg von solchem noch nicht mit dergröß. ten Genauigkeit bestimmet worden, welches aher UM so eher wird geschehen kön. neu, je mehr st'eisige Lanöwirthe bemühet sind, solches in vorkommendem Fall anzuwenden.
Es wird zwar ein so einfaches Mit- tel als das gemeine Salz ist, nicht leicht die Aufmerksamkeit der Landwirthe auf sich ziehen, daß sie sich sonderlich angelegen seyn lassen, mit solchem wider gif. tige Krankheiten sorgfältige Versuche zu machen; wir lieben gar zu gerne das künstliche, und übersehen verächtlich das natürliche, da doch die allerschwersteu Krankheiten nicht selten durch ganz ge, meine Mittel gehoben werden: Allein, da die erfahrensten Hausw»rthe, ja selbst die gründlichsten Naturforscher noch nicht ei, nig geworden, was die Hornviehseuche eigentlich sey, und woher sie ihren schad, lichen Ursprung, habe? Ob vom häu, figen


