Ausgabe 
2.8.1794
 
Einzelbild herunterladen

) irz (

darunter, und lasse das Gefäß mit sie, den; und zulezt im abgehobenen Kessel von selbst kalt werden.

Durch diese Vorsicht wird dieGla- für in den Stand gesetzt, sich allmählig von der wachsenden Hitze auszudehnen, und diesen Grad bei dem künftigen hei» ßen Eingusse wieder anzunehmen.

Diese Bewandniß hat es mit allen irdenen Glasurgefäßen, und man weiß, daß man in Gläsern Wasser kochen kann, wenn man sie vorher allmählig erwärmt, entweder am Feuer, oder mit umge- schwenkten heißen Wasser.

Em dauerhafter ü>fenkätt, die Risse an Racheln und Stubenöfen zu ver­schmieren.

Man verfertige auS wohlgesiebter Asche und Salz mit etwas Wasser einen Teig, den man in die Ritzen einstreichk. Dieser hält den Rauch nicht nur zurück, sondern er nimmt auch mit der Zeit eine Art von Verglasung an, ohne zu bersten, welches geschieht, wenn man ein wenig Lehmerde darunter mischt.

Mehlwärmerbecke.

Um dieses den Nachtigallen und an­dern Stubenvögeln angenehme Futter zn vervielfältigen, setze man einige Mehl­würmer, die den Stamm zu der Hecke abgrben sollen, in ein Zuckerglas, und versehe sie mit etwas Sauerteig, de» man mit Mehl überschichtet. Wenn man bas Glas verbunden, und die Käfer aus den Mehlwürmern gekrochen sind(welche sich durch Schachteln hindurchnagen) so entsteht aus ihren Eiern eine hinläng- liche Brut. Man muß aber den Mehl- Würmern, die man den Vögeln vorwirft, die Köpfe abreiffen, weil man Exempel hat, daß sie dm Magen her Vögel durch- bohren.

Mittel wider die Rornwurmer.

Bei einigen Oekonomen hat man wider die Kornwürmer, eine aus zwei Malter Asche von hartem Holze und a Viertel ungelöschten Kalk, auf Seifen­siederartzubereitete Lauge, von ohnge- fähr io Wasserkannen bewährt gefun­den. Der Gebrauch derselben ist fol­gender:

Man begießt den Platz, wohin das Getraide geschüttet werden soll, mit die­ser Lauge, reibt solche mittelst eines Be­sens in alle Fugen ein, schüttet dann das Getraide mit den Würmern auf, und macht alle Fenster und Zuglöcher zu, da­mit der Geruch sich vollkommen einzie­hen könne. Nach vier Stunden wird man die Oberfiäche des Getreides mit Würmern bedeckt, und die Wände oder Sparren voll finden , da denn in kurzer Zeit die Würmer krepiren, zumal, wenn die Oerter, wohin sich die Würmer gezo, gen, mit eben der Lauge bestrichen wer- den. Auch in Scheunen hat man dieses ' Mittel gebraucht, und die Würmer, welche sich in die Höhe bis unters Dach gezogen, so weit, als man mit der Lauge sprengen können, vertilgt.

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.

i) Da man in Dillenburg den zwei, ten Jahrmarkt, welcher sonst auf den Donnerstag, Freitag und Samstag ge­fallen ist, verlegt, und künftig auf de» Montag, Dienstag und Mittwoch in der Woche Jacobi bestimmt hat; wird diese Veränderung zur allgemeine» Wissen- fchafl bekannt gemacht.

2) In einem stillen HauS und plak- fanley Gege»h ist auf Michaeli an eine

sicht