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Von den Anskalten urrd Mitteln wider Die Theurung Des Getreides.
Eine der besten und wirksamsten An» stalten wider die Theurung des Getrei. des/ sind die Magazine/ oderVorraths- Häuser. Man kan diese Vorrathshaufer in dreierlei Arten eintheilen, in die Ma. Sazine vor das Kriegesheer, in die Ma. gaziae vor das Land und insonderheit vor die Städte undin diewichrigenKorn» höben der Privatpersonen/ dienichtsan- dcrs als kleine Getreidemaqazine si,d. Wir wollen eine jede Art besonders be. trachten.
Es ist in einem woleingerichteten Staate allerdings nöthig, daß die Magazine vor das Kriegesheer beständig an« gefüllt sind. Dieses erfordert mchtnur die weise Vorsicht, das Kriegesheer zu Bertheid,gung des Staats in bestand,', ger Bereitschaft und in solchem Stande zu erhalten, daß es alle Augenblicke wi» der den Feind zu agiren fertig ist, als ohne welche Vorsicht die großen Kosten eines beständigen Kriegesheeres großen Thrils unnüze sind; sondern diese Vor« sorge ist auch um deshalb nothwenbig, weil eine übereilte Anfüllung der Maga« zine einen sehr nachtheiligen Einfluß in den Preis des Getreides hat. Man wird allemal bemerken, daß bei dem Anfänge eines jeden Krieges , oder bei jeder ernst« lichen Rüstung der Europäischen Mächte das Getreide gar merklich im Preis« zu steigen pfleget; und derjezigeziemlich hoch angewachsene Gekreidepreis beruhet grö- fientheils auf dieser Ursache. Dahinge- gen- wenn die Magazine vor das Krie- gesl)^ er beständig angefüllet erhalten wer. den; so har ein aufloderndes Krieges, feuer, oder der Anschein des Krieges, so wenig Einfluß in die Theurung des Getreides, daß vielmehr der Preis davon fallen muß, wenn des Krieg ausserhalb
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Landes geführet wirb; weil so viel tau» send Mäuler abgehen, die an dem Ge. treidevorralh des Landes mitzehreten.
Es können aber die Ausgaben des Kriegesetats gar wvl also eingerichtet werde»/ daß die Magazins beständig an» gefüilet sind. In einer woleingerichteten Sraatswirkhschajt muß zu einem beson- dern Kriegeeschaz, d-r zu wirklicher Füh. rung des Krieges aufbewahrer wird, jährlich einebesondere Summeauegewor- fen werden, wenn nicht im Falt eines Krieges die ganze Wirlhschafl des Staats in Unordnung gerachen soll; und hier, von kann die Anfüllung der Magazine leicht bestritten werden, gcsezt, daß eS in einem Lande nicht eingeführet ist, daß die Untertdanen durch besonder», Beitrag der Kriegesmeze, oder Magazingekrej. des, die Magazine erfüllen müssen. Wenn diese Magazine in genügsamer Stärke und in den besten Vestungen des Landes an« geleget werden, wie eS die Vorsicht und die Kriegesregeln ohnedem erfordern, und wenn man sich zu Erhaltung des Getrei. des der Dühamelschen Erfindung bedienet; so kann dasselbe darinnen ivJahr aufbewahret werben; und wenn sich bin. neu dieser Zeit kein Krieg ereignet, so kann die verneuerte Anfüllung der Ma. gazine ohne weitere Kosten geschehen; in. dem nach -OJahren daS alte Magazin, getreide vor der Erndte verkaufet und vor daS empfangene Geld nach der .Erndte wieder neues Getreide angeschaffet wer, den kann. Man hat bei dieser Einrich. tung zugleich ein gutes Hülfonnttel wi. der eine ein reissende Theurung bei der Hano. Denn wenn zu solcher Zeit kein Krieg zu befürchten ist, so darf man nur die Kcirgesmagazine zu öffentlichem Ver. kauf erosnen, die nach der ansehnlichen Menge des darinnen vorhandenen Ge. treides gewiß sehr viel beitragen werden, der Theurung zu wehren.
Wir


