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So muß auch, wenn nie Leitung auf eine eiserne unten in einem gehauenen Steine verlöthete Stange eines Geländers oder Gittersjugeführt ist, von dem Fuße derselben, noch das Ende der Ab. leitung, mittelst eines angefügten Strie. men Blei, oder mittelst der in einer Furche über den Stein hin forkgeführten Lölhung veranstaltet, und damit die bloße Ober.« fläche der Erde errichtet werden.
Anwendung dieser Wetterableitung auf Rr'rchrhärme.
Kirchen und deren Thürme pflegen nicht ohne Helmstange, Wetterfahne, Kreuz u. d. g. an der Spitze hervorra« genden Metalle zu feyn, welches dem» nach zur Auffangung des Blitzes dienen kann. Wenn nun kein metallenes Dach daran vorhanden, so muß von dieser vbern Stange ab eine wohlverbundene Strecke von Metall, es sry nun ein Streifen Kupfer über Blei, oder ein Geflechte von Mesnngdratbe. an der äusser» Seite des Thurms herunter angebracht werden. Wenn aber die Thurmspitze schon mit Metall versehen ist, so darf man für den guten Zusammenhang desselben von der Helmstange an, und sodann für die fernere Ableitung unterwärts gesorgt wer, den- Bei einfachen Pyramidendächern kann man dem Zusammenhänge des Me, ralls, damit sie belege, ist, wohl trauen; bei den Thurmspitzen aber, die mu La. rergen unterbrochen sind, muß man sich nicht darauf verlassen, wenn gleich auch die Pfeiler und Böden der Laternen mit Metall beschlagen sind, ja auch dann nicht einmal, wenn schon ein voriger Strahl ohne Schaden daran herunter gefahren ist. Denn der obere Rand des Daches pflegt doch nicht tncht an die Decke oder an die Pfeile» der Laterne an- zuschliessen, und es kann auch ein Wet kerstrahl daun und wann dntn Sprung.
durch einen kleinen Zwischenraum ohne merkliche Beschädigung machen, wo doch ein anderer zündet. Wenn also der Thurm dergleichen Absätze hat, so müssen sie sorgfältig untersucht werden, ob auch alle Gesimse mit Metall bedeckt sind, und ob alles wohl mit einander verbunden fei). Fehlt der Zusammenhang bei einem Absätze, soimuß erverbessertwerden, und wo unbedeckte Zwischenlagen sind, da muß von dem ober« bis zumuntern Metalle, wo es sich irgend am besten anbringen läßt, eine Verbindung mittelst eines solchen etwa bis zZollbreiten Streifen Kupfer oder Blei gemacht werden. Eben so wird auch von dem untern Ende eines metallenen Tburmdachs an, bis zum Kirchendache, wenn solches mitMe- tall gedeckt ist, die Ableitung an der Thurmmauer herunter veranstaltet.Wenn ferner bleierne oder kupferne Regem öh- ren von dem Kirchdache aussen herab ge- hen, so kann man sich einer derselben, die am bequemsten liege, zur Ableitung be- Bienen, für deren gute Verbindung mit dem obern Metalle wohl zu sorgen, und sodann die Ableitung, wie e» wähnt, roet* ter unten dis in Lin offenes. Wasser, oder? bis zur Oberfläche der Erde, oder in die Erde fortzuführen ist. Wo aberderglei- chen Strecke von Metall nicht vorhanden, oder nicht bequem anzuwenden ist, da muß die Ableitung beschriebener Maaßen oben von dem Thurm an,, bis ganz herunter, besonders veranstaltet werden. Zur Vorsicht kann man sie an einer solchen Seite oder Ecke des Thuems herunter führen, wo sie von den ZeigLttafeln, so viel möglich, entfernt ist. So Möchte auch, wenn das Kirchdach nichtmltMe/ tall gedeckt, und mit der vom Thurm herabgehenden Ableitung verbunden ist/ und zumal, wenn es dabei an dem andern Ende noch eine Wetterfahne oder Kreuz hat, ebenfalls eine besonder« Ab»
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