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für Bevölkerung des Staats. Man findet gemeintalid), daßdiemusten Kinder vom ersten bis zum fünftenJahre sterben. Das muß seine Ursachen haben. Aber welches find dieselben? In dem er« sten Jahre haben die Kinder die Mutter» milch genoffen, und sind dabei meisten« thrils gesund gewesen, wenn nicht an« drrs der Kummer wegen deS Unterhalts die Murrer gemartert hat. Nun muffen sie bald aus dieser, bald aus jener Ursache von der Brust entwöhnt werden. Man giebt ihnen jezt härtere Speisen, als: Kohl, Mehlspeisen und andere Sache». Diese Speisen sind für die zarten Magen der Kinder zu stark, sie werden krank und sterben. Duich dieErrichtunggedachter Kaffe aber wird der Kuhsiapel v-rmebrt, und mancher bewogen, eine größere An» zahl Kühe zu halten.
Aberauch selbst unter denen, diebis« her gar feine Kühe gehalten haben, wird man künftig viele finden, die sich wenig« stenseine Kuh .anschaffen. Dadurch wer« den also den Kindern mehrere Mllchspri« sen verschaffet, die auf ihre Gesundhelt einen großen Einfluß haben. Es wird also auf diese Weise der großen Morta« Utät unter den jungen Kindern gar sehr vorgebeUget.
Nachricht.
Vor kurzem stand ein Aufsaz in die« fern Blatt, wie man die Pferde wohlfeil mit den Knospen der jungen Sanden fut* tern tonne. Wenn man nun auch zu« siebt, daß dieses harzige Wesen ein taug« liches Futter für Pferde sryn könnte, so fehlt es doch in der hiesigen Gegend an dergleichen, und da wo sie sich befinden, mögte das Einsammlen der Knospen schwerlich versiatdtt werden. Da nuft dieses Blatt hauptsächlich für die hiesige Gegend un6 zunächst für die hiesige Stadt bestimmt ist, so will ich ru even
jenem Behuf ein Mittel angeben, tö<l» cheS hier vollkommen ausführbar ist.
Man bediene sich nämlich zum Füt* fern der Pferde, und selbst des Rindvie* hes der Heide, welche in den hiesige« Waldungen in sehrigroßerMengewächst, welche da nicht den mindesten Nutze« bringt, im Gegentheil dem Holzgewächs äusserst nachtheilig ist; indem sie de« Wurzeln des Holzes den Saft entzieht, das Niederfallen des Regens und Thaues aufhält, den Saamen nicht auf die Oberfläche des Erde käst , und endlich Den alles verheerenden Mäusen zur Herberge dient. Niemand wird es hoffentlich wehren, wenn dieses tm Walde ganz unnütze, ja schädliche Gewächs, abgeschnitten und zur Fütterung verbraucht würde. Auch zur Streue würde es gute Dienste thun.
Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.
i) NachdemeaufVerordnung Hoch« fürstl. Rentkammer zu Darmstadt daS alleinige Krugdeckel- Kannen- Und Löf. fel-Giesen im Amt Hüttenberg, auf an- derweite 3 Jahre in Bestand gegeben, und dem Meistbietenden falva ratiftca- tione erwähnter Hochtürsil. Rentkaitt- mer überlassen werden soll, und dann dazu terminus auf Mittwoch den 6te« Nvv. I. I. anberaumet worden ; so wird dieses öffentlich hiermit bekannt gemacht, damit Diejenige, welche auf gedachten KanneN« und Löffelgiesen- Bestand mit« zubieten Lüsten haben, sich in besagtem Termin Morgens y Uhr in dem AmthauS zu Langgöns einfinden, die weitere Be- din-inisse vernehmen und nach Gefallen mitbieien können. Signatum LayggöuS den I7ten Oct. 1793- , _ ,. „
l Fürstl Hess. Renteiamt daselbst. Earl Gtorg v. Zangen.
s) Mitt»


