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Entwurf
zv einer Luhasiekurationskasse zum Besten Des Landmannes in Absicht auf Die Viehseuche.
Verfolg.
16) Mangel der nöthigen Vorsicht und Aufrichtigkeit, sind aufs härteste zu verpocnalisrren.
17) Da man auch bemerkt haben Will/ daß zur Abwendung der Viehseuche Vieles b itrage, daß das Vieh sowohl zur Sommers - als Winterszeit an Bache Leführt / und daselbst getranket werde/ nun ater die Erfahrung lehret/ daß das Vieh zur Winterszeit nicht vor den Hir, t<n gehet/ so würde meinem jeden Dorfe/ in welchem Kühe befindlich sind, jemand zu bestellen seyn, der täglich Vor- und Nachmittags, das Vieh zur Tränke triebe.
Das sind etwa einige unmaßgebliche Gedanken von einer Kahassekurakions» kaffe/ und von dem Plan, der dabei zum Grunde gelegt werden könnte.
Ader was nützet es am Ende, wenn «hie solche Kasse auch wirklich errichtet würde? Wer so fragt, dem kann man antworten: daß die Vortheile davon wahrhaftig größer sind, alö man an. fangs glauben sollte.
Denn die Errichtung einer Kühnste, kuratisne^asse dienet
i) dazu, daß die geringen unter den kandleuten alsdenn zu verschiedenen Le« densmitteln leichter gelangen können, als sonst geschehen würde. Mchrere schaffen sich nun bei der größeren Sicherheit eine Kuh an. Und da sie, wenn sie auch kein Land zum Ackerbaue befjtzm, doch gemei. niglich bei ihren Häusern etwas Garten« platz haben, den sic bisher nicht recht nu» tzen können, so haben sie nun Gelegenheit, denselben geböria zu düngen, und fön» nen mit großem Nutzen Kartoffeln, Wur» zeltt, Rüben, Bohnen, Kohl und ander«
Früchte barln bauen. Man sagt nicht zu viel, wenn man behauptet, daß sie alsdenn gewiß viermal so viel auf einem solchen Platze bauen, als wenn er Jahr aus Jahr ein ungedünget bestellet wird. Noch mehr! auch die Obstdaume, die solche Leute etwa um ihren Garten ge. pflanzt haben, erhalten mehrere Nah, ruug, die zu ihrer Fruchtbarkeit gar vie, les beiträgt. Wie froh muß der arme Landmann werden, wenn er nun durch die Vermehrung solcher Produkte seines Gartens, sich und den ©einigen ihren Unterhalt auf eine so leichte Weise ver, schaffen kann. Rechnet er dazu die Milch, Butter und Käse, die er von seiner Kuh hat, 'so glaubt er im Ueberfluß zu leben.
2) Hat die Errichtung einer solchen Kasse auch Einfluß auf den Feldbau, und ist für selbigen nicht wenig vortheilhaft. Einem Landmann, er gehöre zu den grö« ßern oder zuden geringem, wirdeenach erlittenerVikhseuche oftmals sehr schwer, sich so viel Vieh fo gleich, als es ihm nach den Landesverordnungen erlaubtist, wieder anzuschaffen, als er verloren bat. Dadurch verliert er den Dünger — da, durch fchadeter seinem Lande. Daernun ftmes Landes wegen Vieh halte» muß, so wird künftighin fein Stall mehren, the,ls mit Kühen angefüllt feyn. Ster, be» solche an der Seuche, so werden sie ihm bezahlt, und er ist »un im Stande, seme Zahl bald wieder voll zu machen, ohne seinem Acker etwas zu entziehen. Kühe geben ihm auch mehreren Dünger als junges Vieh, und auf solche Weise kann er seinen Acker damit reichlich vcr, bessern. Davon hak er ergiebigere Er». Jen zu hoffen — er gerath in bessere Um, stände — das alles ist eine Folge von der Errichtung einer solchen Kasse. Ader was das wichtigste ist: Sie dienet auch
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