Ausgabe 
25.5.1793
 
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Wenn abed auch bfe Luft nicht in ih. Mr Innern Mischung leiden sollte, so kann sie doch auf andere Weise durch irgend eine Beimischung schädlich werden. Hie- her gehört vorzüglich die Feuchtigkeit.

Behälter an Stubenöfrn, worinn Waffrr zur W rthschaft heiß erhalten wird, sind in dieser Rücksicht nachthel. lig. Deshalb sind auch die Handwerker, welche nasse Dinge in ihrem stark geheiz. ten Arbeitszimmer trocknen, Tischler, Drechsler, Töpfer, Buchbinder«, f. w. sehr zur Geschwulst und andern Gebre» chen der erschlafften Einsaugungsgefäße geneigt.

Wem die übertriebene Bequemlich. keit einfallen sollte, bei der Nahe eines Abtrittes sichgletchwohl einen Nachtstuhl in die Schlafkammer zu stellen, dererin» «ere sich, daß der ekelhafte Dunst die Luft ungemein verdirbt, und das Schlaf­zimmer, worinn wir den dritten Tbeil vnfers Lebens zubringen (wenn es picht sehr geräumlich ist ) zu einer ungesun­den Wohnung macht. Nun giebtes aber so übel eingerichtete Häuser, wo entwe­der gar kein Abtritt anzubringen ist, oder wo er doch so entlegen seyn muß, daß man ihn in der Nacht nicht wohl rrrei. khen kann.

Ist dies alles nicht zu ändern, so läßt man sich etwa in der Ecke eines Saa­les nahe an der Schlafkammer von Stei» «en ein kleines Bchältarß bauen, welches in der Höhe eine gute O fnungins Freie und eine wohlpassende Tbüre zum Ein­gänge hat. Hierinn kann man, 'In die­sem Falle der Noth, se nen Nachkstuhl fetzen und ihn von da heraus tragen, ohne; Von verderbter Luft und übelm Geruch etwas befürchten zu dürfen.

Der Schluß Mti

BekaimtmachttttS »ott verschiedene Sachen.

i) Nachdeme künftigen Dienstag bett Lgten dieses, Nachmittags 2 Uhr in des verstorbenen Kirchen - Senior Johann Melchior Plocken Behausung, eineMast- kuh, drei melkende Kühe, eine Güstkuh und ein Rind, gegen gleichbaare Zahlung an den Meistbietenden verstrichen werden sollen; als können Streichlustige sich als­dann einfinden und dem Verstrich bei­wohnen. Giesen den sztenMai i?93.

2) Nachdem« weiland Kirchen-S<- nioris Johann Melchior Plocken nach­gelassene Erben dahier, freiwillig ent­schlossen i sind, ihr Wohnhaus in den Ringmauern, neben der Wormserischen Wittib gelegen, nebst der in der Juden« gaß gelegenen Scheuer, öffentlich an den Meistbietenden verstreichen zu lassen, zu dem Ende Termin auf Montag den loten Juni Nachmittags 2 Uhr in dem Plocki« fchen Haus anberaumet worden; als können Streichlustige sich alsdann ein» finden und dem Verstrich beiwohnen.

Giesen den i7ten Mai 1793.

3) Nachdeme Mittwochen den rZteir Juni Morgens 9. Uhr auf dahiesigem Rathhaus nachstehende des Burger und Fuhrmann Jost David Rinns Wittib dahier zustehende Gütherstücke; als:

1/2 Morgen Acker am Hartberg, 3/4borgen laRuthen 9Schuh Acker zwischen der Erdenkaut und Grüninger Fußpfad,

2d Ruthen 14 Schuh Garten am Wiß- ckar-r Weg,

1/2 Morgen 38 Ruthen iv Schuh Acker stößt auf den Haddergraden,

1/4 Morgen 24 Rüthen iz Schuh Acker daselbst,

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