Ausgabe 
23.11.1793
 
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die andern aber im Mai gehauen sind, so sind nach 5 Iahten letztere schon ange- gangen, mürbe und faul, erstere hinge, gen noch in völlig gutem und dauerhas- tem Stande. Ja, im Wadelqebaurnes Büchen - und Weichholz, hält fast eben so lange aus, wie Eichenholz, da erste, res sonst kaum 5 bis 8Jahrr zu dauern pflegt.

Endlich ist es auch wegen des jungen Holzes undAnfluges in drnBüchen- und Tannenforsten nicht gut, den Winter durch länger, als bis Ausgang des Marz- monats, in den Waldungen Holzzufal. ien, zu bearbeiten, oderzufahren; allein dieser an sich sonst nützliche Umstand, ge. het wohl eigentlich die Aufnahme der Forsten an, giebt aber keinen Grund zur eigentlichen Wahlzeit, wenn man das Bauholz am bcsten fallen soll. Daher die Forst«- und Baudsdiente, solches wohl zu unterscheiden, und beiderlei Zri» len zu separiren haben möglen.

Das in der Wadelzeit gefällte Holz ist dauerhafter, und gegen die Würmer sicherer, weil in dieser Zeit der ganze Baumsaft durchgehends, so wohl in der Wurzel als dem Stamm und den Zwei» gen, am stärksten verdickt, und folglich in äusserst schwacher Bewegung ist, auch wegen der darin befindlichen, und von aussen darin wirkendeu Luft, beim all« mähligen AuSkrocknen, zu keiner so gäh, renden Auflösung in solcher JahrszeitgS' schickt und geneigt ist, und folglich Splint und Holz am festesten geschlossen sind.

Man würde der Herrschaft großen Verlust zuziehrn, wenn man (weil grü. nes Holz leichter zu verarbeten steht,) das Holz zur Safrzeit zu fällen, einfüh- ren wollte«

Wenn man das Holz im schlechten Wadel hauet, das heißt, in der Zeit, in welcher der in höchst lebhafte Bewegung gesetzte verdünnte und überall ausgebrer- teke Saft, die lockere mit einem ganz wei­chen, saftigen, wachsenden, wolligten Marke bereits durchflochtene Rinde, nebst dem gleichfalls noch schwammigten wer, chrn Baste und Splint, auf das Oan|U aufgetrieden hat, so trocknet es ungleich zusammen, schwindet ein, derSaft stok» ket, gehet in Fäulnis über, es erzeugen sich Schwämme an dem Holze, es wird leicht wurmstichig, ist von kurzer Dauer, und sowohl zu Bau- Nutz - Werk- Schirr - als Brenn- und Kvhlholze, von schlechter Nutzung.

Das im Safte gehauene Bauholz reißt ferner stark auf, überziehet sich an der Wettersette, und in der Feuchte mit Schimmel, und steckt damit auch alles übrige Holzwerk leicht an.

Nachricht.

Samstags den zoten November, Nachmittags 1 Ufrr, soll ein von weiland Fürstl. Bergrarh und Professor D. Bau­mer dahier hinterlassener, auf gewissen in den Gemarkungen der Oerter Klein- linnes, Allendorf Hütkenbergs, Lutze- linden uno Gießen liegenden Grundstücke haftender, und im Ort Kleinlinnes erho. den werdender ständiger Fruchipacht und Geldzinse, in 5 Achtel 1 Meste Ge- scheid Korn, Z Achtel 6 Meste 3/^ Ges. Haber und 19 Aldus 5 Heller bestehend, wie weniger nicht ein allhier in der Neustadt gelegenes adlich sreyes Wohn­haus von 2 Stock mit Hof, Scheuer wo- dey ein Stall, und Hausgarten,fer­ner «ine Wiese von 3/4Morgen 16 Nuten roSchue auf der Stephans Mark gele­gen und ein Garten von Morgen 20 Ruten 6 Schur am Sandkauter Weg vhu-