Ausgabe 
20.7.1793
 
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Verwahrtrngsmittel vor AnsseckrrttH epi- demischer R,rankheiten.

'Man weiß daßbTt fuft unserer At­mosphäre,zwei Drittel einer Lust enthält, Welche Menschen und Thiere plözlich röd- ret und Lichter auelöscht. Sie enthält ein Drittel Lebenslust als ihr ejgenthünr- liches Verdesseruugsmittel., Wvdmchihe Gift getilgt wird. ' u . L - . Der Schwaden in Kellers, worin Diel Most oder Bier gegohren, wirdvön frisch gelöschtem Kalk weggenommen.

Dunst von Quelsilberarbeiten ist ge­fährlich; durch offene Gefäße von fri« schem Schwefellrber, düs' man neben sich stellt/ kaa man sich abep dagegen verwah­ren. Dies hat die Scheidekunst gelehrt.

Ganz anders ists mit ansteckenden Fiebern und Epidemien. In freier Luft fiekt selbst Li* Pest nicht an, und daher ist dies Verwshrungömittel das beßte. Ich gebe daher folgendes Recept für alle, die Kranke besuchen, oder um sie ftpir müssen.

Das rste ist, daß dem Kranken tag» kich das Bett mehrmals gewechselt wird, und früh ehe er in ein anderes gebracht Wird, man durch Thür und Fenster alles wohl auslüfte. 2) Dem Bette und Nacht» geschirr muß man so wenig als möglich nahe Kommen, wann man Kranke besu. chen will, muß man z) von Leidenschaft nicht hingerissen seyn. 4) Man bleibe immer beigewohnterLebensart, vermeide alle Strapazzen und Verkältung und hüte sich für Eckel. 5) Spürt man Zeichen der Ansteckung 1 so nehme man 1 Quent, rhen Chinarinde mit Wein ave z/4Stun­den, bis alles völlig wieder verschwunden.

Es ist nicht genug, sich selbst zu prä» raviren, es ist auch nöthig, für andere Air ist sorgen, daher müssen die Perso­

nen/ y,e mit solche Mauken MMftkt /»tt>greaj/ darauf sch en , daß fi? öie Klä»

♦ertpvMfn, unddi- man angehabt, so lang an einen luftigen Ort hänge, 1

Bei. Formalitäten ei.n^ Testaments' muffen die GerichrspersonL« oder Zeugen vorher darauf antragen, daß das Bett^ des Kranken -verrückt werde, uno oa der Leststvr, ohnehin bei Verstand sinn soll, stiidMrsa diese kleine Wcänderuttg wähl muß ertragfy kmmrii, so muß motr fük ihn ein anderes Zrmmef bereiten, HaS vorher ganz durchlüftet ist.

Räuchern mit Essig und Wachholber istcherwerfl.ch, dann die Luft wird da­durch nicht ijem, sondern sie wird damif nur verdorben, mud hem Kranken schad»

EbeManäns Zimmer.eines Kran­ken tritt, kan man leicht entscheiden^ ob das Zimmer durchlüftet worden ist, vor. hergegangene Räucherung aber sind blos Wohlgerüche, die weder der Patientnoch Drr Krankenbefucher braucht.

Vo^Den Aichern, als einer Hülsenfruchr, ' Die vorzüglich zum Easseerrinken dien, lich ifL

Die Erbse, wie sie gewöhnlich ge. nannt wird, ist eine Hülseüfrncht, wel- che in der Haushaltung auf mancherlei Weise mit Nutzen gebraucht wird.

Die Hülsenfruche wird am' Rhein, ström, besonders aufdem Gauin Menge gepflanzt, und sowohl für die Menschen wie Erbsen gekocht, als auch zur Ma. stung fürs Vieh vernuzt. Gi- verlange einen noch m.ttelmäsiggedüngten Boden, der, wannS Ackerfeld ist, vor Winter, wo möglich, uistgepflügt worden ist Ists aber im Garten, so grabtman dashierm gewählte Stück auch gern vor Winter

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