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gehalten.
Da sie zulezt sahen, daß sie besiegt wären, so stckten sie ihre Schiffe m Brand, und richteten dadurch noch drey Galeeren zu Grunde, die ihnen zur Sette lagen, nnd deren Besatzung mit den Eng- ländern Mann gegen Mann socht. Aon diesen unbesiegbaren Männern wurden nur drey dis viere zu Gefangenen ge- macht, die man aus dem Meere wieder auffischte, als die Schiff-zertrümmerten.
sehr; er hatte diesmal mit Leuten zu tbun, die ihre Lage kannten; denen alle Furcht fremd war, und die im Gegentheil den festen Entschluß gefaßt hatten, .Gut, Freiheit und Leben so theuer als möglich zu verkaufen.
Demungeachtet hatten sie in diesem un» gleichen Gefecht über drey Stunden aus«
Die englischen Schiffe kappten gleich ihre Ankertaue und legten nach der See aus, wo sie von der ganzen türkischen Seemacht angegriffen wurden, und von Qgit zu Zeit eine auch zwei türkische Ga. leeren an Bord hatten, von denen sie ge. entert wurden; weil sie aber ihr Geschuz mit Trauben ladeten, und sich mit ihren Piken vortreflich vertheidigten, so waren sie oft so glücklich, ihre Verdecke ganz von Feinden zu reinigen, und dieselben mit großem Verlust zurückzuschlagen. Der Capitam Pascha, beschämt und aufge, bracht, daß seine ganze Flotte eine solche Wlversezung von solchen Fahrzeugen <r« fahren sollte, entschloß sich, die Mann, schäft seiner eigenen Galeeren durch die Pforten der Constadelkammer entern zu lassen, und jagte den Schnabel seiner eig. nen Galeere durch den Spiegel von e.nem der englischen Schiffe. Die tapfere Be- mannung desselben stekte gleich darauf einen starken eisernen Bolzen durch ein Loch des vorn als Schnabel vorstellcn» den Balkens der Galeere, so daß dieselbe dadurch eine Befestigung an dem Gebäude des Schiffes erhielt; darauf drehete sie ihr G-schüz nach hinken und beschoß die Galeere der Länge nach, tödtete den Pascha und dreyhundert Mann auf die. fem Fahrzeuge. Endlich als sie alle Ku. «eln, und alles was ihnen dienen konnte verschossen hatten, so ladeten fie.hreKa, nonen mit Spanischen Tdalern; allem sie wurden am Ende doch von der über, wiegenden Macht und Zahl ihrer Feinde übermannt, und dadurch unfähig ge. macht, länger Widerstand zu leisten.
So endigte sich dies aussrrordent- liche Gefecht. Die Türken, welche den Sieg behielten, hatten 12202 Sklaven an Tobten und Verwundeten? üderdiesnoch den Pascha und einige andere Offiziers der Flotte, und 500 an tobten und ver« wundeten Türken. Die Galeeren waren gezwungen, den Hafen zu suchen, wo sie einen ganzen Monat mit Ausbesserung der Schiff- zubrachten Die Pforte er» staunte über die Tapferkeit, oder wie sie es nannte, den Steifstnn derEngländer; und noch bis jezr ist die Sache in CoN" stanrinopel nicht vergessen.
Anmerkung des Ueberserzcrs.
Sollte sich der Geschichtschreiber auch eine Vergrößerung erlaubt haben, und ist die Sache auch nur zur Hälfte buch« stä^ich wahr, so bleibt sie dennoch immer sehr groß.
Nachricht.
Nachdeme man resolviret hat, annoch einen Vieh - und Krämer-Markt zu halten, und dazu der 6ke November, als der Mittwoch mack) Mer Seelen, be. stimmt worden; so wird solches hierdurch öffentlich bekannt gemacht. ß)i<» ßen benoten October 1798-
Fürsil. Hess Oberamt allda.
Sues.
Gottes«


