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tHittel / Kälber ohne tHildb -rrfzu- ziehen.
(AuS dem Englischen überfezt.) Meine Herrn!
Unter den ausgefezten Preisen fand ich die Anerbietung einer goldenen Denk« münze für die beste Nachricht von der Art junge Kalber ohne Milch aufzuziehen. Ich habe seit 4 bis 5 Jahren viel Ver, suche in dieser Absicht angestellt, und lasse mich daher verleiten einen Mitbe« Werber abzugeden. Meine Methode ist folgende:
Wenn die Kälber zwey oder brey Tage alt sind, nehme ich sie vondenKü, hen und stelle sie in einen besondern Stall; und gebe ihnen alsdenn eine Art von Brey, der aus einem Drittheil Gerste und zwey Drittheilen Haber, welche sehr fein mit einander gemahlen werden, be« reitet wird. Das Haber- und Gersten« mehl wird durch ein feines Sieb in die gehörige ( weiter unten bestimmte) Menge Wassergeschüttet; man läßtes eine halbe Stnnde kochen, und zu dem Grade ver« kühlen, daß es milchwarm bleibt.
Jedem Kalbe gebe ich des Morgens ungefähr ein Quart, und eben so viel des Abends; wenn aber das Kalo alter wird, nehme ich etwas mehr. Es bedarf fast gar keiner Mühe, die Kälber an dieses Getränk ju gewöhnen.
Sind nun die Kälber bey dieser Nahrung 8 oder rc>Tage als geworden, dann binde ich ein kleines Bund Heu zu« sammen, und hange es mitten im Statte auf, an diesem fangen sie nach und nach an zu fressen. Auch schütte ich etwas von dem oben erwähnten Mehl in einen klei» nen Trog, damit sie bey Gelegenheit dar. an fressen, welches ich von großem Nu« tzen gefunden habe. Auf diese Weise
halte rch sie, bis daß sie alt genug sind, auf die Weide zu gehen, wozu siewenig« stens aMonare alt seyn müssen; es ist daher allezeit bester, wenn sie zeitig im Frühjahr gekalbt sind.
Ungefährem Quart von vorgedach« tem Mehl mit 12 Quart Wasser einge« rührt ist hinreichend für iLKälber zum Morgenfutter, und eben soviel deS Abends. Man nimmt etwas mehr, wenn sie alter werden.
Auf diese Art habe ich 50 bis 60 Stück innerhalb den 4 bis 5 Jahren auf, gezogen; 40 habe ich noch , die übrigen sind verkauft worden.
Nach dieser auf Erfahrung gegrün, beten Methode können also Kalber n-it sehr geringen Kosten aufgezogen werden.
W. Budd.
Dem Verfasser dieser Nachricht wurde die Prelsmünze ertheilt.
Tapferkeit englischer Seeleute.
3m Jahr 1638. traf der Capitain Pa« scha der Ottomannischen Pforte, zwei englische Schiffe, den Hektor, und William und Ralph an, die in dem Golfo von Molo Korn cinnahmen. Der Capitain Pascha hatte die ganze türkische Fickte unter seinem Befehl, wollte Cairo und ei, nige andere Hafen besuchen, um'die da. selbst für Cvnstankinopel beladenen Schiffe nach dem Oit ihrer Bestimmung zu begleiten. Die Ausfuhr deö KornS war verboten, und Confiszirung des Schiffs nebst der Ladung und dem Ver, lust der Frryheit des ganzen Sch'ffevolks stand als Strafe darauf. Der Pascha von der Hofnung einer so schönen Beute gereizt, gab Befehl die Schiffe wegzu« nehmen, indem er fest überzeugt war, daß sie sich bey der ersten Aufforderung sogleich ergeben Würden. Er irrie aber
.sehr;


