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Verzeichnis

der/emgen Pflanzen und Gewachst, wel­che den Menschen beinrMangel des Getreides, oder sonst auch zur Speise dienlich.

V erfolg.

Triticum repens, Quecken- Hunde- Prden - oder Wurmgras. Kein Unkraut fällt dem Ackermann fast beschwerlicher als dieses: Je mehr die Saat abnimmt, desto starker vermehrt sich jenes. Unter dem Pflügen sammlet man ble Wurzeln zu Haufe, w'icbe hernach, wenn sie ge, reiniget, gewaschen, getrocknet, zersto, ßen und zu Mehl gemacht worden, in der Tbeurung statt des Brods gebraucht werden können; es wird auch Der Armuth an allem eher fehlen, als an diesem häu. figen Gewächse. Uedrigens können die Samen aller Grasarken zur Nahrung angewendet werden, wenn nur Die mei- sien nicht so klein wären, daß sie auch in Menge könnten herbeigeschaft werden.

Cornus Suecica, Cornel - oder Kür» berbaum. Die Kirschen oder Beere da» von kann man einmachen, auch em Mus daraus bereiten. Den Knaben sind sie auch roh ein Leckerbissen, weil sie flri» schigt, süß und von angenehmem Ge» fchmacke sind.

Primula veris , Schlüsselblumen. Davon nehmen die Engländer das Kraut unter ihr Gemüse, Kuchen und Salat. Sie sind nicht nur zart und nahrhaft, sondern auch stärkend, und bekommen den Nerven wol. Die Kronen von den Blu» men, wenn sie in Wein gethan werden, machen ihn angenehm; derSchlusselblu- menwein ist auch bekannt.

Campanulae, Glockenblumen, Ra» punzeln; davon kann man fast alle Gat» tungrn zur Sprift gebrauchen, fowol die

Wurzel, ehe sie zu hart wird und in Sten» gel schiesset, als auch die Blatter, welche gegessen , und davon besonders die größte Gattung am meisten giebt. Man findet sie sehr stark wachsen an dem Fuß Der Berge. Die Nuzbarkeit dieser Gewächse unter den Küchenkräutern ist bis daher noch unbekannt gewesen.

Ribes groflulariaj Ribestl, Hecken - oder Stachelbeerlein. Diese Beere sind bekanntlich nicht nur roh eine angenehme und sehr gesundeSpeise, sondern siekön» neu auch als unreif zu einer Tunke ge» kocht, oder inFlsschengethan, die vorher mit siedend Wasser heiß u. wol zugemacht worden, langehin aufdehalten werden.

Diese Gattungen Johannisbeere kommen auch in kalten Gegenden wohl, fort, sie sind als roh besonders in der Sommerhize recht niedlich, ringe, macht aber zu einem Mus oder Si» rop gekocht, sind sie zur Kühlung sehr dienlich und erwecken Lust zum Essen, beim gebratenen sind sie vornemlich an» genehm. ES ist zu verwundern, daß man dieses Gesträuch, gleichwie auch die gemeinen Heckenbeere, die süßsind, nicht mehr anpflanzet und ganze Gehäge um die Feldgüter davon macht, weil sie voll» kommen dazu taugen und gerne wachsen. Arme Leute könnten von solchen Beeren einen ungemeinen Vorrath cinsammlen, sie dörren und sodann jum Gebrauch auf» behalten. So geht es oft mit den nüj» lichsten Sachen, die gar leicht zubewerk» stelliqen , wegen der alten sclavischen Ge» wohnheir aber unterbleiben.

Chenopodium bonus Henricus, gu» ter Heinrich, Gänsefuß, wächst allenk halben häufig nm die Baurenhöfe herum. D»e jungen Schößlinge und zarten Keime werden im Wasser oder an Fleischsuppe,, oder auch in zerlassener Butter gekocht und