Ausgabe 
8.6.1793
 
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) 90 C

Luftveröörbende

BeschluS.

Große, dicht mit Laub bewachsene, Bäume sollte man nicht ganz nahe vor dem Fester eines Hauses stehen lassen. Ausserdem/ daß ste den Zugang des Ta. gesl.chrs und der freien Luft verhindern, sind auch ihre Ausdünstungen des Abends itn-'' in der Nacht nicht sehr vortheilhaft. Zehn dis zvölf Schritt vom Hause ent, fmite Bäume taffen viel leichter die freie Luft zu und könn"n des schönen Anblicks und ihres Schattens, fo wie ihrer deil. samen Ausdünstung wegen md)t genug empfohlen werden. Wer es haben kann, lasse die Fenster seiner Schlafstube nach Morgen zu kehren, wo die Aussicht ganz ins Freie geht, unumschränkt von nahen Bäumen, und unvergislet vom Fieber, hauche eines Froschsumpfes

Arm ith hat viel verderbliche Ge« wohnhnc.n in die Welt gebracht, deren Nicht die geringste di.jenlqe ist, wenn Statt der Niedern Klaffe, vorzüglich Weidsleute, sich über en, Geschirr voll glühender Kohlen s tz :n, um so im W>n» ter den Stubenofen zu ersparen. J-drch« ter daoel das Zimmer verschlossen und Vor der äusser» Luft verwahrt-ist, desto gefährlicher und tödlicher ist dieses Un* rernehmen, denn dann wird die innere Luft sehr schnell zu einem betäubenden Gifte.

Man spürt einen drückenden betau. Lenden Kopftchmerz, welcher beide Sch.afe du chbohrt, man empfindet zugleich eine Neigung zum Erbrechen, welche aber bald durch eine sch- zunehmende Schlaf trunkenheit unterdrückt wird, in derwik ohnmächtig hinsinken und gewöhnlich ohne Zuckung verscheiden-

Da bei dem Hinfinken die Kleider von den glühenden Kohlen leicht Feuer

fangen können, so sinh schon oft ersbrunste auf diese Art entstanden, die desto gefährlicher sind, weil sie nur erst be, vollem Ausbruche von Fremden wahr- genommen werden, indem die veranlag send« Person zur Dämpfung der ersten Gkuth vom Kohlendunste allzubckäubt war.

Nicht weniger drohend für das Le­ben ijr es, wenn man an Stubenöftn, welche von innen geheizt werden, die Klappe, welche in derRauchröhre befind­lich ist, zusch.'reßt, so lange der £>fett noch voll glühender Kohlen war. -Man will der Ersparnis wegen die Hitze gerk» in der Stube behalten. Eine sehr übel angebrachte ^Ersparnis. Je mehr glü­hende Kohlen noch darinnen sind, und je dichter die Klappe schließt, desto schneller wird die Luft, wie durch eine frei,m Zimmer sichende Pfanne voll glü, hender Kohlen verderbt, und es etfob Zen eben so schlimme, nicht selten tödli­che , Zufälle, den vorhin angezeiakra gleich.

Die Klappen in der Rauchrohre dee Oefeu haben dir einzige Absicht, den cll. juheftigen Zug der Luft rmOftn und das allzustarke Feuer etwas zu mäßigen, oder, im Fall der Ruß in den Röhren ange. b annt märe, einer Feuersbrunst durch völlige Schließung des Rohres vorzubeu­gen Teilt der lesiere Fall ein, so muß jeder Vernünftige, so bald diese Absicht erreicht »st, sogleich Tbüre und Fenster vfnen, um der Verderbnis der Stuben­luft durch das verschlossene Feuer zu entgehen.

Man sollte die Holzerfparnis mehr durch zweckmäßige Ofen als dadurch zu erreichen suchen, daß man, wie viele ge- nnge und mittelmäßige Leute thun, je. dem Lüftchen durch Verstopfung der Ri­tzen in Frustern und Thürer? den E,n-

gang