Zuruf ein es deutschen Bürgers
an
den Führer der Franzosen.
FW-«» eines freuen Volks fort Wahrheit hören, die er als Menfch nnd Bür-' 8cr achten verpflichtet ist, dem Man», der nach Grundsätzen handelt, muß es erlaubt stp». Gründe entgegen zu stellen, ohne Furch, und Scheu für der Gewalt einer edlen Nation-
Gefetzt, ich schätzte nnd ehrte Sie als Soldat, f° möchte ich gerne auch de» Wunsch hinzufügen, Sie als Menfch zu lieben, diese reinen Geflumiugen sind die Triebfeder» meines Schreibens. Horen Sie alfo ein Elaubensdekenntniß, das ich zuerst vor Ihnen, und darauf vor Ihrer ganzen Nation ablege.
Ich liebe mein Vaterland, wie Sie das ihre, ich hasse jede Unterdrückung, welche die individuelle Freyheit mehr eiuschräukt, als es die gesellschaftlichen Verhältnisse de« Mensche» forder». Ich liebe diese Freyheit, wo st» der Kopf des Reiche» und der Kops des Bettlers, unter die gleiche Herrfchaft guter Gesetz« beugt: aber ich hasse auch jene zügel, lofen Austritt«, die ein zerrüttetes Reich, das in eouvulstvischen Schmerze» feiner Wieder- geturt liest, unfern Augen jetzt darbietet - ich hass« Staats-Umwälzungen, wenn fie ni»t das Gesetz der eisernen Nothwendigkeit gebietet.
Wir sind srey! wir tragen keine entehrende Fesseln raubstchtiger Tyrannen! Wiu liebe» die uns vorgesetzte Regierung, nicht aus sklavischer Furcht, sondern, weil sie mit eines Vaters zärtlichen Güte für das Wohl ihrer guten Mitbürger sorgt, «nd weil roie über-


