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Wir in allen Puncten, ohne alle Ein, schränkung, auf das genaueste vollzogen wissen wollen; also soll auch diese Der» vrdnung, damit sich niemand mit der Ilnwisscrrheit entschuldigen könne , alle Jahr den Sonntag nach Ostern von de» ne» Kanzeln aller Orten publieiret- und Unsere Unterthanen zugleich von derglei» chen schweren Vergehungen absonderlich abgemahnetwerden So geschehen Darm» siadt den 27. Marz 1779

(L, S.) Ludwig, Landgraf zu Hessen.

chrich t.

die verbotene Hazard - Spiele betreffend.

Da dem Vernehmen nach eine ganz unsinnige Spielfucht in denen hiesigen Wein- und Bierschenken neuerdings über« Hand nehmen, und die Hazard-Spiele so einige Zeit aus Furcht vor der schwe, ren Strafe nicht so ganz ohne Scheu von Lenen Wirthen geduldet worden, Lerma, len als eine Winter-Veränderung, be, sonders auf die Sonn- und Festtägewie. herum, weilen man in dem Wahnstehen will, daß die dergleichen Spiele über­haupt verbietende Verordnung nicht mehr geltend seye, eingeführtworden seyn soll» ten; als hätten sie sothane Verordnung, Damit so Wirthen als Gästen, wenn ih» «en zur Last fällt, entweder Spiele in ih» ren Häusern geduldet - oder mit gemacht zu haben, alle Ausreden und Entschuldi, gütigen mit der Unwissenheit benommen werden, sogleich nochmalen bekannt ma" ehen und jeden vor deren Uebertrettung nachdrücklich warnen zu kaffen. Giesen hen ry.December 178-.

Bekanntmachung von verschiedener»

, Sachen.

1) Da diesen Morgen zwischen hier

«nh Buzbach ein mit Schweinhaut über?

zogener etwa 3 Schuh langer an deiöm Seiten etwas beschädigter Coffre, in welchem Frauenzimmerkleidungen, Weis- zeug und verschiedenes Puzwerk nebst Manns- und Weibsstrümpfen befindlich, verloren gegangen, oder vielleicht von dec Chaise adgeschnitten worden, als wird dieses hiermit bekannt gemacht, mit dem Anfügen: daß der Finder desselben, oder wer sonsten Nachricht davon geben kann, davon bei dahicsigemOberamtdreAnzeige thun möge, und deshalben eine Douceur erwarten solle. Giesen den soten Sept. 1792.

Fürstl. Hessisches Oberamt baselbft.

2) Zwei meublirte Stuben in einer der schönsten Lagen der Stadt, sind so« wohl einzeln, als zusammen, zu vermie. then; Ausgeber dieses giebt nähere Nach­richt.

Extract aus dem Briefe eines benach­barten Geistlichen vom 2zeen Sep­tember a. curr.

Es ziehet eine Weibsperson herum, welche hoch schwanger ist, und sich vor die Wittib des gebliebenen Majors unter den Coburger Dragoner ausgiebt. Sie besizr die Geschicklichkeit, daö Mitleiden rege zu machen , ist aber eine Erzbetrüge, rin und liederliche Dirne, die verdienet daß sie in ein Zuchthaus gesteckt werde. Warnen Sie doch das Publikum in Ih. rem Intelligenzblatt vor dieser Betrüge­rin, die andern würdlgern Armen die All- mosen stiehlek. Sie hat eine Matraz auf und ein Tuch um den Kopf gebunden, ein ins röthliche fallendes Jäckgen und einen gestrieften Rock an. Auch giebt sie vor, sie habe 5 Kinder, welches auch falsch.

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