Ausgabe 
28.4.1792
 
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ches, als ttt eitler das gesammte Land und deren fingulas besondersangehenden Sache, unterm Eeirath Unserer treuge- horsamsten Landständen, demnächsteus landesväterlich bessern , mindern oder ändern mögen.

In Urkund dessen ist diese Verord­nung von Uns eigenhändig unterschrie­ben und besiegeit worden. So geschehen, Darmstadt den NenAugust 1777»

( L»S. Z Ludwig, Landgraf zu Hessen.

Nachricht.

» Nachdem« Wir zu mehrerer Ein­schränkung der Spielsucht Unserer Unter» rhanen bei dem dahiestgen und andern Lotto, zu verordnen für gut gefunden haben, daß von Uns-rn Beamten jeden Amts ihren Untergebenen nicht nur dien» fame Vorstellung deshalben gethan, und die Hausväter selbst davon ab - undauf ihre Kinder und Gesinde ein wachsames Auge zu haben, ermahnet, sondern auch, wenn diese Ermahnung fruchtlos seyn isollte, die erforderliche Anzeige davon bei der Lotto-Direction zu dem Ende gesche» hen solle, um sofort weitere dienliche Vorkehrungen machen zu können; so be- fehlen Wir Euch hiermit gnädigst, daß Ihr in dem Euch anvertrauteu Oderamt, das Nöthige hierunter besorget, weiches Euch zugleich ohnverhalren bleibt, daß unter andern Einschränkungen j denen Collecreurs auch künftig allesBorgenin der Maasen untersagt worden, daß wann von ihnen hierwider gehandelt wirb, sie wegen einer solchen Foiderung keine -Klage anzustellen befugt seyn, und ihnen darinn kein Gehör gegeben werben solle; und seynd Euch mit Gnaden wohlgewo- gen. Darmstadt den 12, Juni 1780.

Ad fpeciale mandatum SerenilBmi, Lürßl, Hess. Präsident, Canzlarund Ge» heimträthe daselbst.

Anzeige.

Herr Kandidat Stewbeck in Langen­berg bei Gera, hat ein Buch unter der Feder, weiches heissen wird:

Der aufrichtigeKalenbermann. Ein gar kurioses und nützliches Buch. Für die Jugend und den gemeinen Bürgers- und Bauersmann verfer- tiget und mit Bildern erläutert.

Alles, was in dem Kalender verkommt, und auf denselben Bezug hat, wird dar­inne, in Der Manier Des beliebten Ba­rens aus Thüringen durch Gespräche, Erzählungen und Gleichnisse begreiflich, ja wo es nöthig ist und angehek, durch Holzschnitte anschaulich gemacht. , Daß der Verfasser dieser Arbeit so schwer sie auch gewiß ist gewachsen sey, zei- gen die sehr vortheilhaften Anzeigen, die sowohl Herr Rath Becker im ^ken Stück der deutschen Zeitung d.I. als auch Herr Prof. Salzmann im $oten Stück des Thü­ringer Boten v. I. davon nach ver­schiedenen , Ihnen, vomVerfasser, zuge­schickten Theilen des Manuscripts ge­macht haben. Die Empfehlung dieser beiden Männer, welche in Veurtheilung von Volksschriften doch wohl kompetente Richter sind? läßt hoffen, daß das Pu­blikum dieses Werk durch eine reichliche Anzahl Pränumeranten baldigst befer« bern wird. Es wird wenigstens 12 Bo­gen stark mit nöthigen Holzschnitten erläutert, und soll, auf weises Druckpa­pier in ordinair 8. gedruckt, dach nicht mehr als 4 Ggr. Sächsisch, oder 18 Kren« zer Rheinl. kosten; kau also nicht anders als auf baare Vorausbezahlung, und weil der Verfasser rrn recht brauchbares und nützliches Buch zu liefern sich alle Mühe geben will, auch nicht eher bisznr Michaelis-Messe erscheinen, dasernenäm, sich bis Lum 1. August d.I. noch 2000.

Exem-