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ches, als ttt eitler das gesammte Land und deren fingulas besondersangehenden Sache, unterm Eeirath Unserer treuge- horsamsten Landständen, demnächsteus landesväterlich bessern , mindern oder ändern mögen.
In Urkund dessen ist diese Verordnung von Uns eigenhändig unterschrieben und besiegeit worden. So geschehen, Darmstadt den NenAugust 1777»
( L»S. Z Ludwig, Landgraf zu Hessen.
Nachricht.
» Nachdem« Wir zu mehrerer Einschränkung der Spielsucht Unserer Unter» rhanen bei dem dahiestgen und andern Lotto, zu verordnen für gut gefunden haben, daß von Uns-rn Beamten jeden Amts ihren Untergebenen nicht nur dien» fame Vorstellung deshalben gethan, und die Hausväter selbst davon ab - undauf ihre Kinder und Gesinde ein wachsames Auge zu haben, ermahnet, sondern auch, wenn diese Ermahnung fruchtlos seyn isollte, die erforderliche Anzeige davon bei der Lotto-Direction zu dem Ende gesche» hen solle, um sofort weitere dienliche Vorkehrungen machen zu können; so be- fehlen Wir Euch hiermit gnädigst, daß Ihr in dem Euch anvertrauteu Oderamt, das Nöthige hierunter besorget, weiches Euch zugleich ohnverhalren bleibt, daß unter andern Einschränkungen j denen Collecreurs auch künftig allesBorgenin der Maasen untersagt worden, daß wann von ihnen hierwider gehandelt wirb, sie wegen einer solchen Foiderung keine -Klage anzustellen befugt seyn, und ihnen darinn kein Gehör gegeben werben solle; und seynd Euch mit Gnaden wohlgewo- gen. Darmstadt den 12, Juni 1780.
Ad fpeciale mandatum SerenilBmi, Lürßl, Hess. Präsident, Canzlarund Ge» heimträthe daselbst.
Anzeige.
Herr Kandidat Stewbeck in Langenberg bei Gera, hat ein Buch unter der Feder, weiches heissen wird:
Der aufrichtigeKalenbermann. Ein gar kurioses und nützliches Buch. Für die Jugend und den gemeinen Bürgers- und Bauersmann verfer- tiget und mit Bildern erläutert.
Alles, was in dem Kalender verkommt, und auf denselben Bezug hat, wird darinne, in Der Manier Des beliebten Barens aus Thüringen — durch Gespräche, Erzählungen und Gleichnisse begreiflich, ja wo es nöthig ist und angehek, durch Holzschnitte anschaulich gemacht. , Daß der Verfasser dieser Arbeit — so schwer sie auch gewiß ist — gewachsen sey, zei- gen die sehr vortheilhaften Anzeigen, die sowohl Herr Rath Becker im ^ken Stück der deutschen Zeitung d.I. als auch Herr Prof. Salzmann im $oten Stück des Thüringer Boten v. I. davon — nach verschiedenen , Ihnen, vomVerfasser, zugeschickten Theilen des Manuscripts— gemacht haben. Die Empfehlung dieser beiden Männer, welche in Veurtheilung von Volksschriften doch wohl kompetente Richter sind? läßt hoffen, daß das Publikum dieses Werk durch eine reichliche Anzahl Pränumeranten baldigst befer« bern wird. Es wird wenigstens 12 Bogen stark — mit nöthigen Holzschnitten erläutert, und soll, auf weises Druckpapier in ordinair 8. gedruckt, dach nicht mehr als 4 Ggr. Sächsisch, oder 18 Kren« zer Rheinl. kosten; kau also nicht anders als auf baare Vorausbezahlung, und weil der Verfasser rrn recht brauchbares und nützliches Buch zu liefern sich alle Mühe geben will, auch nicht eher bisznr Michaelis-Messe erscheinen, dasernenäm, sich bis Lum 1. August d.I. noch 2000.
Exem-


