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ter Vorspiegelung beglückterer Umstände Unsere getreue Uuterthanen zur Wander» sucht zu verleiten suchen, genau zu invk- gijiren, und solche sowohlen als die Aus» Wanderer im Betrettungsfall sogleich ge» fänglich niederzuwerftn, welche sonach Wik harter Leibes - und die Emissarien nach Umständen mit Lrbensstrafe belegt Werden sollen. Sodann verordnen Wir
2) daß alle diejenigen Unserer Fürst!. Uuterthanen und Angehörigen, sie seyen männlichen - oder weiblichen Geschlechts, sie seyen Leibeigene öder nicht, sie mö, gen auch bereits gehuldiget haben, oder nicht, welche zwar nicht in fremde Colo» nien förmlich auswandern, oder doch ohne Unsere vorher ausgebrachte Landes» herrliche Erlaubnis und Dispensation in auswärtigen Landen sich ansäßig machen- oder häuslich niederlassen, äusser denen sonst gewöhnlichen Prästationen und Ab» zugs-Geldern annoch Fünfvom Hundert von ihrem zu cxportirenden Vermögen zur Strafe entrichten, und dieses Quan» tum sofort jederzeit und ohne alle Rück» sicht davon einbehalten werden fülle.' Wörnach sich also unterlhänigst zu achten, und za dem Ende diese Unsere Verord» nung zu jedermanns Nachricht und Nach,- achkung nicht allein öffentlich gewöhuli» cherweise, sondern auch von denen Kan» zckn zu publicireN. Insbesondere aber wird Unfern Beamten, Adelichen- und andern Gerichts - Vorgesetzten zur eigenen Pmchtgemacht, beyeignerVerantwött* und Haftung darauf genau zu wachen unh zu halten, auch die Schultheißen und Ortsvorsteher gemessenstanzuweisen, dergleichen Fälle sodalden als sie solche m Erfahrung bringen, ohne den minde» sten Verzug bey Vermeidung scharfer Ahn» hung iedesmal bey Amt anzuzeigen. Parmstaht, den io. Februar 1787,
Bekanntm-chuttS von verschiedetten
Sachen.
1) Nachdeme der Fürstl. Herr Hauptmann Stutzer Willens ist, vor seinem bevorstehenden Abzug von hier
1) sein Wohnhaus in der sogenannten Sonne gelegen, nebst gegen überstehen, Bau, einem Hinterzarten, einer Mistenstätte und dem Durchgang und der Fahrt durch des Perukenmacher Hessigs Hof,
2) i/4 Morgen, 16 Ruthen, 3 Schuh Garten am untersten Riegelpfah, neben Hrn. Philipp Balthasar Vrtzberger und Hrn. Johann Petri Ecksteins Wittib
3) 1/2 Morgen, 31 Ruthen, 15 Schuh Garten daselbst, stoßt auf die Wiesey, nevcü Johann Peter'Vogt und Christoph auch Conrad Frech, giebt iA!b.2Pfenn. Schwalbachisch Hahnengeld , nebst dem in beiden Gärten befindlichen Obst und Gemäß,
öffentlich an den Meistbietenden zu vers streichen Willens ist; als können dieje» Niger, welche mitzustreichen gesonnen sind, sich Donnerstag den goteN dieses Nachmittags 2 Uhr in dem Gasthaus zum Hirsch einfinden, ihr Gebot thnn, und nach Befinden des Zuschlags sich gewar» tigen. Giesen den siten August i792»
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, Gottesdienst am 26. August.
In der St. Pancrätiuskirche Morgens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Stadtpfarrer Müller.
In der Burgkirche Morgens Herr Pfarrer Duff. Nachmittags Herr Su^ perinlendent Schulz.
Katholischen Gottesdienst hält Herr Professor Schalk.
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